Aus aktuellem Anlaß – zu gewissen Professoren in Deutschland

Das Bastaprinzip und die Abwehr des Fortschritts
Immer noch werfen sie sich als Gatekeeper über ihren eigenen Stand in die Brust, um alle Vorurteile gegenüber ihrer Klasse zu bestätigen. Ausruhend auf den Verdiensten ihrer Jugend und ihres Status Quo, wischen sie Argumente vom Tisch auf rein autoritativem Einwurf hin – mit dem Bastaprinzip. „Wir hatten das immer so und das bleibt so“; in Abrede wird gestellt, dass die unbegründete herrschende Meinung lediglich die Meinung der Herrschenden ist. Lediglich zum Schein werden als „modern“ gelabelte substanzlose Theorien eingeführt, die in Wirklichkeit als restaurativ und antifortschrittlich zu werten sind und die Mündigkeit aller gesellschaftlicher TeilhaberInnen verhindern sollen. Dass es schon längst Stimmen von Frauen und Männern gibt, die diese königlichen Verlautbarungen argumentativ infrage stellten und dies auch vermittelt wurde, wie die Position von Foroutan zum Umgang mit phänotypischer Markierung. Sie lassen dabei jedes ethische Verantwortungsbewusstsein und Loyalität gegenüber Fortschritt und Diskurs fallen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde für Dich im Geist des Dāna-Prinzips sichtbar gemacht.
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© Simin

Universalismus als Grundlage für das Inklusionsprinzip

Warum ist die universalistische Anschauung des Menschen als Grundlage für ethisches Handeln eine Frage der Rationalität? Weil Handlungen, die ethisch auf diese Weise begründbar sind, das Maximum an Stimmigkeit, sowohl für den Handelnden, wie auch den auf die Handlung abgezielten Menschen und bei feststellbarer individueller Differenz, die Anerkennung der Gleichheit der allgemeingültigen Rechtsprinzipien, zugrundelegen. Dies ist der einzige Weg richtig und vernünftig, also ästhetisch – sozial und menschengemäß – nämlich voll rational gerechtfertigt – zu handeln. In diesem Sinn ist es zutiefst menschengemäß, sich ein solches Bild vom Subjekt als Teil einer Menschheit in der eigenen Person, wie aller anderen zu machen und seinen Handlungen zugrundezulegen. Nicht weil es sich intuitiv richtig anfühlt, sondern, weil es als Maßstab rational richtig und rechtfertigt ist.

12.12.2017 | Immanuel Kant
12. Dezember 2017 von Simin Sarah Shirazy aka Sabine-S. Rahe

Der Philosoph Immanuel Kant
ist wohl bekannt in Stadt und Land.
Nicht minder meinen Land und Stadt,
sie wüßten, was der alte Mann uns heute
noch zu sagen hat –
Vernunftgebrauch sei unsere Pflicht.
Du sagst: „Das ist nicht viel.“
Doch ist’s viel mehr als läppisches Gedankenspiel.
Vernunft, sagt er, ist kein Kalkül
zum Zweck eines einzelnen praktischen Ziels.
Er weist den Weg zu dem Prinzip,
das jeder Handlung erst wahre Form
und menschliche Schönheit gibt.
Nicht an dem Ziel allein bestimmst Du
wohl, was als gute Handlung Dir gelingen soll.
– Ins Zentrum stellst Du Dich und jedes andere Subjekt
als Ziel, Mittel und zugleich Zweck zur Prüfung Deiner Handlungsweise.
So sprach er und das war sehr weise.
Er wies den Weg aus dem Gedankenkreise.
Du kratzt am Kopf Dich und meinst noch:
„Damit ging der Salat erst wirklich los, das weiss man doch.“
Erkenntnis sei doch subjektiv
und diese Einsicht primitiv.
Doch scheint nur schlicht,
was doch sagt, was allen dann doch sehr behagt
– wir sind Subjekt und im Verkehr mit anderen Subjekten mehr.
Von Dir und mir und allen anderen spricht,
wozu das praktische Gesetz uns Pflicht.

Was Kant hier sagt, sagst Du mit Hegel, das sei doch leer.
Ich frage mich: „Ist das so schwer?
Das ist der Sinn, wie kriegst Du denn sonst Zukunft hin?“
Was Kant da sieht und anerkennt, gilt doch für immer
und in Ewigkeit und sagt mit Worten: „Du bist längst bereit.“

Am Anfang geht’s noch zögerlich,
doch jeder Schritt ermutigt Dich.
So hoff‘ ich sehr und bin in Ruh,
Du lächelst mir von morgen zu.

(angeregt von Christian Morgensterns Gedicht „Das treue Rad“) Weiterlesen

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Warum ist die universalistische Anschauung des Menschen als Grundlage für ethisches Handeln eine Frage der Rationalität? Weil Handlungen, die ethisch auf diese Weise begründbar sind, das Maximum an Stimmigkeit, sowohl für den Handelnden, wie auch den auf die Handlung abgezielten Menschen und bei feststellbarer individueller Differenz, die Anerkennung der Gleichheit der allgemeingültigen Rechtsprinzipien, zugrundelegen. Dies ist der einzige Weg richtig und vernünftig, also ästhetisch – sozial und menschengemäß – nämlich voll rational gerechtfertigt – zu handeln. In diesem Sinn ist es zutiefst menschengemäß, sich ein solches Bild vom Subjekt als Teil einer Menschheit in der eigenen Person, wie aller anderen zu machen und seinen Handlungen zugrundezulegen. Nicht weil es sich intuitiv richtig anfühlt, sondern, weil es als Maßstab rational richtig und rechtfertigt ist.

12.12.2017 | Immanuel Kant
12. Dezember 2017 von Simin Sarah Shirazy aka Sabine-S. Rahe

Der Philosoph Immanuel Kant
ist wohl bekannt in Stadt und Land.
Nicht minder meinen Land und Stadt,
sie wüßten, was der alte Mann uns heute
noch zu sagen hat –
Vernunftgebrauch sei unsere Pflicht.
Du sagst: „Das ist nicht viel.“
Doch ist’s viel mehr als läppisches Gedankenspiel.
Vernunft, sagt er, ist kein Kalkül
zum Zweck eines einzelnen praktischen Ziels.
Er weist den Weg zu dem Prinzip,
das jeder Handlung erst wahre Form
und menschliche Schönheit gibt.
Nicht an dem Ziel allein bestimmst Du
wohl, was als gute Handlung Dir gelingen soll.
– Ins Zentrum stellst Du Dich und jedes andere Subjekt
als Ziel, Mittel und zugleich Zweck zur Prüfung Deiner Handlungsweise.
So sprach er und das war sehr weise.
Er wies den Weg aus dem Gedankenkreise.
Du kratzt am Kopf Dich und meinst noch:
„Damit ging der Salat erst wirklich los, das weiss man doch.“
Erkenntnis sei doch subjektiv
und diese Einsicht primitiv.
Doch scheint nur schlicht,
was doch sagt, was allen dann doch sehr behagt
– wir sind Subjekt und im Verkehr mit anderen Subjekten mehr.
Von Dir und mir und allen anderen spricht,
wozu das praktische Gesetz uns Pflicht.

Was Kant hier sagt, sagst Du mit Hegel, das sei doch leer.
Ich frage mich: „Ist das so schwer?
Das ist der Sinn, wie kriegst Du denn sonst Zukunft hin?“
Was Kant da sieht und anerkennt, gilt doch für immer
und in Ewigkeit und sagt mit Worten: „Du bist längst bereit.“

Am Anfang geht’s noch zögerlich,
doch jeder Schritt ermutigt Dich.
So hoff‘ ich sehr und bin in Ruh,
Du lächelst mir von morgen zu.

(angeregt von Christian Morgensterns Gedicht „Das treue Rad“) Weiterlesen

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