Schlagwort-Archiv: Prosa
Geschützt: Fragment: Die goldene Nadel (Oktober 2015)
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Fiktion – so könnte eine Nachricht an einen mißbrauchsvorbereitenden Menschen lauten
Lieber X,
um es ganz klar zu stellen – Nein heißt Nein in Deutschland. Jeder Versuch manipulativ, stimulierend oder sonstwie in mein Leben einzugreifen oder Kontakt mit mir aufzunehmen wird als Übergriff gewertet. Das „Nein“ ist in Deutschland gesetzlich abgesichert. Versuche seine Bedeutung ins Gegenteil zu verkehren, sind der strategische Versuch einen Übergriff vorzubereiten.
Solltest Du oder andere Personen aus Deinem Umfeld je wieder in mein Leben eingreifen, versuchen sich mir zu nähern oder versuchen über mich Lügen oder Gerüchte oder intime Details in die Welt zu setzen, sich an irgendeiner Art von Mob oder Organisation von Mob gegen mich beteiligen, wird das geahndet. Auch zu meinem Kind ist absolute Distanz zu halten, wer es in irgendeiner Weise schädigt oder es behindert, wird vom Rechtsystem zur Verantwortung gezogen. Meine gesamte Familie steht unter Schutz. Jeder Versuch an uns heranzukommen oder uns zu schädigen oder unsere Glaubwürdigkeit zu beschädigen, wird verfolgt. Jeder Versuch unseren Besitz zu vergesellschaften, um Menschen in der wirtschaftlichen und politischen Unmündigkeit festzuhalten und von Bildungschancen abzuschneiden, wird als das gewertet, was es ist – Rechtfertigung von Parasitismus und Autoritarismsu, der nie aufgehen kann, sondern immer diie Mehrheitsgesellschaft schädigt. Wer der Arbeiterklasse schadet, Persönlichkeitsrechte verletzt, um sich zu bereichern, wird zur Rechenschaft gezogen. Wir leben in einer wehrhaften Demokratie, wer versucht sie durch ein autokratisches System zu ersetzen, um freie Menschen zu vergesellschaften wird verfolgt.
Ich bin sicher, das alle Beteiligten ab sofort jede Grenzziehung respektieren und achten. Die Polizei ist informiert.
Alles Gute
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Tagebuch
Überlebt. Langsam spürte sie wieder Grund. Immer noch vibrierte sie in jeder Faser, aber sie hatte heute begonnen zu üben und ihre Kraft sanft zu nähren. Sie aß – lauter unethisches Zeug, das aber Kraft gab, wie eine Dose Hering in Tomatensauce. Sie hatte sich ganz abgegeben an den Boden und bewußt entspannt und gespürt, wie schlimm ihre linke Seite arbeiten mußte. Mittags konnte sie Schlaf nachholen.
Sie wußte, dass er wußte, dass sie wußte, dass er ihr folgte. Doch da er sich entschieden hatte in den weit entfernten Bereichen zu bleiben und sie ganz konkret einen Mann spüren wollte, hatte sie sich mit einem Freund verabredet. Einem der sie weder niederdrückte noch taktierend ausspielte. Sie hoffte, sie würden sich mindestens küssen. Die ganze Spannung, die sie aufgebaut hatte, kostete sie sehr viel Kraft und sie wollte den Bann brechen und endlich wieder erproben, wie es war mit jemandem, der sie nicht klein machen wollte und zu probieren, sich auch physisch zu begegnen. Der lange Entzug von Körperlichkeit, hatte eine ganz unrealistische Spannung aufgebaut. Sie wußte, dass das auch in einen Riesendruck für die Begegnung münden konnte.
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[Durch Spende/Dāna der Weltöffentlichkeit bis 03.06.26 zugänglich | Danke sehr :)] Bedürftig sein in einer stumpfen Welt – Ver-Ein-Zellung
Ja, man mag viel geliebt haben, doch Verzehrung und Versehrung liegen sehr nah beieinander. Hineingegeben in dieses Vakuum des Lebens. Verschwendet. Fülle geborgen in den Wüsten der Teilnahmslosigkeit. Die Saaten gesetzt, doch Ernte ist für andere. Die Zeit verrauscht – immherhin zweimal hingesehen – in diesem Rausch der Flüchtigkeit. Trug viele Lasten, lebte meist im Feuer der Kritik oder es wurde hindurchgesehen durch mich. Nein, das Lebensvolle ist nicht wohlgelitten. Das warme Herz wund und schmerzend von der Mühe, die einem abgepresst wird. Tja, und Nächstenliebe hieß doch bei näherer Betrachtung meistens nur, die Groben nach oben kommen lassen. Bin müd. Mich schmerzt der Brustkasten und die Wunde darin ist voller Weh. Wofür der Kampf? Aber deshalb kampflos? Ja, Schwester, wenn nicht mal mehr Arbeit bleibt und wir vereinzellte SolipsistInnen sind und jede Ecke ausgeleuchtet und gekehrt ist, dann sind wir in der Hölle angekommen, in der keine wagt, auch nur zu mucken. Mir ist kalt, denn ich habe heute gegessen nach intensiver Arbeitsamkeit. Ich weiß, es ist nichts – nur ein teilnahmsloser Frühling, der die Kinder unter den Menschen erfreut. Aber der Fliederbusch ist auch.
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Salam, Shalom, Frieden, love, peace and happiness 🐰
„Ostern ist menschheitsgeschichtlich gar kein himmlisches Fest, wie Ihr sicher wißt, sondern ein sehr irdisches – zu Ehren der Göttin Ishtar/Venus (Eostere). Von ihr leiten sich auch etymologisch viele andere weibliche Namen ab, wie iranisch Azar (Feuer), türkisch Ayse (Feuer), arabisch Aisha oder Esther und Estelle, Stella oder Stern. Da wo für uns die Sonne am Himmel erscheint, ist osten – auch ein Wort, das sich aus Ishtar herleitet. Feuer steht für Wärme und das Licht der Vernunft. Dieses Fest lag vermutlich nicht zufällig in der Nähe der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche. Ich will Euch nicht heidnisch infiltrieren, nur auf Wurzeln und Verschränkungen hinweisen. Mein Ishtar-Ei für Euch, aber ihr wißt das ja längst. Das Venusfest.“ – eine Simin Prosa.
Albrecht Dürers Hase via Badische Zeitung
