Ein starker Film und eine finstere Nacht

Mit Gottt in “Perfect Days” gewesen. Sehr Sehenswert. Meine häusliche Zukunft steht auf schwankendem Boden – schon durchwache ich die Nacht. In dreieinhalb Stunden geht es wieder an die Schmelztiegel.

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Ich glaube, ich bin eine Boomerin…

All überall Kriegsgeflüster, ob free Palestinegeschrei oder oder oder…

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Bücher sind ein Geschäft!?

Mein Gedichtband “Prolog” wird nun schon antiquarisch gehandelt – seltsam – für 20,49 plus 3 Euro Versandkosten. Mit Widmung.
Wahrscheinlich bin ich eitel, aber ich stolpere drüber, denn meine Marge für alle drei Buchtitel aus der Edition Dorettes seit 01/2022 – waren insgesamt 23,49 € – natürlich habe ich ein Vielfaches investiert – zum Beispiel für die Software mit der ich die Druckblöcke und Grafiken erarbeitet habe. Auch der Auftrag an BoD hat Geld gekostet, sowie der Druck der Bücher und ihre Fertigung.

Mhm – ich glaube, ich bin ein Idiot und eine grottenschlechte Geschäftsfrau. Andererseits nehme ich es mal als Kompliment. Es scheint ja zumindest für andere einen Wert zu haben, was ich da gemacht habe.
Vielleicht sollte ich es selbst kaufen, um zu sehen, wer es verkauft, eh, hoppla ich sehe gerade – gespendet hat – an den https://buechertisch.org/.
Absurd das Ganze…
https://www.booklooker.de/Bücher/Sabine-Simmin-Rahe+Prolog-Alltagslyrik/id/A02AuTz801ZZr

Ein taufrisches Exemplar kostet übrigens 25,99 € inkl. Versandkosten, darin enthalten ist ein geringer Betrag für die Urheberin (Autorin, Grafikerin, Herausgeberin) des Buches und sie schreibt der edlen Käufer*in auch gerne eine persönliche Widmung reinhttps://www.bod.de/buchshop/prolog-sabine-simmin-rahe-9783755756330

Gedanken – anders normal oder krank?

Nachbeben des Faschismus in den Nachkriegsgenerationen, Stichwort: Seelische Gesundheit – Menschen reagieren nicht wie Maschinen (Ammenmär von der “Hinverdrahtung”). Unter Stress und Panik werden von der Amygdala Hormone ausgeschüttet, die sich auf das Nervensystem und die Reaktionen auswirken. Stand man in der Ursprungsfamilie unter besonderem Anpassungs- und Leistungsdruck, führt das zu Dauerstress, weil immer die Frage im Raum schwebte, ob man lebens- und liebenswert ist. Immer die Frage bis ins Erwachsenenalter – bin ich gut? Bin ich richtig? Bin ich leistungsfähig? Bin ich gut genug? Bin ich liebenswert? Habe ich das Leben verdient? Dieser Stress kann eine Ursache für eine “Besonderheit” sein. Auch der Mangel an körperlichem Ausgleich, um den dadurch erhöhten Cortisolspiegel abzubauen.

Die gute Nachricht ist – Persönlichkeit und Hirn sind plastisch und ein Leben lang entwicklungsfähig. Du magst erkrankt sein, aber Du kannst lernen, damit umzugehen und den Stress zu verringern.

Ein Carillion-Konzert im Tiergarten und Fritz Langs Metropolis

Das Konzert war schön und umsonst und draussen. Habe auf der Terasse vom “Tippi” gesessen und daran gedacht, welch großartige Konzertsommer dort früher stattfanden, als das Zelt des Tempodroms noch dastand. Aber es war auch diesmal schön. Wir sind dann noch durch den Tiergarten zur Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche gegangen und habe Metropolis mit Orgelbegleitung gehört/gesehen. Gottt hat die Musik nicht so gefallen, mir schon, aber ich war vom Konservatismus als Antwort auf die Klassenfrage doch einigermaßen entsetzt. So war es doch sehr gut, dieses – ohne Zweifel – filmische Meisterwerk mal wieder gesehen zu haben. Und die soziale Frage war außerordentlich eindringlich dargestellt.
Iris – Staubgefäße

Noch Winter

Ich liege in meine warme Decke aus Yak-Wolle gehüllt und versuche zu klären, was die Konsequenzen aus den frischen Einordnungen über mein vergangenes Lebens sind. Wie war es möglich gewesen, dass ich die Gewalt übersehen hatte, die meine Beziehung durchzogen hatte? Zum einen war sie wohl schleichend und leise in mein Leben getreten, zum anderen hatte ich auch Unberechenbarkeit und Gewaltätigkeit in meinem Elternhaus erlebt. Gewalt war also für mich eine Kategorie gewesen, die immer möglich in intimen Beziehungen war. Sie brach über einen herein, ebbte wieder ab und man tat, als sei nichts geschehen. Zum anderen war die Erfahrung psychisch so schmerzhaft gewesen, dass ich dissoziierte und mich im direkten Nachgang nicht mehr genau an die Geschehnisse erinnern konnte. Ja, ich machte mich verantwortlich für das, was passiert war. Jetzt, gekräftigt von der Selbstständigkeit, kann ich mich wieder an die Vorgänge und ihre Chronologie erinnern. Erstaunlich ist auch, mit welcher Abwehr die Umwelt reagiert. Die Reaktionen sind – vorsichtig gesagt – sehr zurückhaltend. Aber das spielt keine so grosse Rolle, wichtig ist, dass mir die Zusammenhänge klar werden. Ich werde besser gewappnet in eine glücklichere Gegenwart und Zukunft gehen. Kompromisse habe ich nicht mehr nötig. Bei mir schrillen alle Alarmglocken, wenn ein Mann indiskret wird. Welche Absichten hat er? Was will er? Und ich? Bin frei, wie nie zuvor. Ich entscheide über alles, was mein Leben betrifft, ganz für mich allein. Ich habe Freunde gefunden auf die ich mich verlassen kann. Ich bin der Gewalt entronnen und so gesund, wie seit Jahrzehnten nicht.

Es ist Anfang März

Es ist Anfang März und Flocken stieben aus dem Himmel. Erschöpft schlafe ich durch den Sonntag. Die Knochen und Gelenke schmerzen. Warum ist Arbeit unter unförderlichen Bedingungen zu haben? Wieso bewegen wir uns geschichtlich rückwärts? Es wird gezirkelt nach einer Effizienz, die nicht zu erreichen ist. Vorgaben unerfüllbar. Knechtschaft und Unfreiheit, wenn Du nur Deine Haut zu Markte tragen kannst – was zählt schon Bildung? Immerhin hier werden Männer und Frauen gleich schlecht behandelt. Gleichzeitig steigt nicht nur die Arbeitsanforderung, sondern auch die Rasanz in der die Umweltzerstörung zunimmt. Warum werden gesellschaftlich relevante Leistungen nicht mehr als Daseinsvorsorge angesehen und stattdessen privatisiert? Bildung fährt vor die Wand. Das Gesundheitssystem macht und ist krank. Und letztlich muß ich froh sein, dass ich arbeitsfähig bin, denn wenn es anders wäre, sähe es noch be…er aus. Und untereinander werden einem die letzten Errungenschaften geneidet und sich beschwert, dass das Streikrecht genutzt wird. – Ihr Prekären schliesst Euch zusammen und streitet für gute Verhältnisse, laßt Euch nicht aufspalten.

Die Christel von der Post

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