KW und Mittenwalde

Randalierende Rentner
Backsteinpflaster
Residenz des Herrn Yorck
ein schöner Gebhardt
Sandgebäck
und eine Feuerwehr
zwei Glas Wasser für durstige Spaziergängerinnen
und Pampelmusen
Mühlenfliess
eine stolze Reiterin
und der olle Jahn
Kunstgeschichte
und weibliche Attribute
„Eine Schlange im Zickzack
Schlendergange“
Schneeglöcken
ein junger Kläffer
ein Jüdensträßchen
der Stadtdackel
und Herr Hüther
eine rote Nelke am Knopfloch
„In den afghanischen Bergen gibt es nicht’s, nicht mal Tiere.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher.“
Die Berliner Mission.
Ich hoffe, das sagt alles.
Nette Hühner
und Täubchen und Gänschen
und Fasching.

Wir schlagen unsere Trommeln und wir fürchten uns nicht…

Lieber P.,

ich war heute mit einer Freundin bei der Präsentation eines Films und habe Deine Nachricht jetzt erst gelesen – „La paranza dei bambini“ (Piranhas) im italienischen Kulturinstitut. https://de.wikipedia.org/wiki/La_paranza_dei_bambini
Ein Film von Claudio Giovannesi. Er hat den Film nicht nur regiessiert, er hat ihn auch produziert und wenn ich es richtig verstanden habe, ich habe nur ein paar Brocken aufgeschnappt, auch finanziert.
Er läuft noch am Sonntag auf der Berlinale und dann leider erst im August, spätestens dann wird meine ganze Familie ins Kino müssen, einschliesslich dem Neffen und der Nichte.
Ein wunderbares Projekt: Das Team hat 4000 Jungen in Neapel gecasted, um den richtigen zu finden: Francesco di Napoli. Ich habe von nichts Vergleichbarem in letzter Zeit gehört. Er bekam bei den vorbereitenden Übungen zu dem Film, die Aufgabe vor einem Auditorium zu sagen: „Ich bin Zeus.“ So wurde aus einem neapolitanischen Bäcker ein italienischer Schauspieler, der sich im übrigen sehr für das komische Fach interessiert.
Es geht aber nicht um Neapel und die „Camorra“, obwohl der Film durch ein Buch von Saviano angestossen wurde. Pier Paolo Passolini, Eliah Kazan, Sir Simon Rattle, Leonhard Bernstein und auch Ai Weiwei hätten ihre Freude. Der Leiter des Kulturinstituts sagte: „Ein grosser Film.“

Zuvor waren wir noch im Haus Huth. Zuletzt war ich darin vor dreißig Jahren nur ganz kurz  – im Weinhaus. Damals lebte eine Freundin darin, die jetzt in Graubünden überwintert. Dort gibt es eine sehr sehenswerte Ausstellung – „Evoking Reality“. Nimm Dir Zeit und geh‘ in den Videoraum. Sieh‘ „Les Indes galantes“ von Clement Cogitore mehrfach.

Aber auch Alia Farids Beitrag hat mir besonders gefallen.
So wurde ich von meiner Freundin zu unserem Geburtstag beschenkt.

Von dem Beitrag Jenny de la Torres gestern Abend erzähle ich ein andermal. Aber es gibt ganz vielverprechende Pläne, das Wahlrecht zu reformieren, die überfällig sind und am Freitag streikt die BVG, aber das weißt Du ja. Deniz, der nun dreißig wird, sagte übrigens, dass es ja schon ein Unding sei, dass es Leute gäbe, die vermeinen, Kinder müsse man sich eben leisten können. Ob das die fünf Prozent sind, deren Bewußtsein auf Stufe 8 steht, die solche Frechheiten verkünden, weiß ich nicht. Das erscheint mir aber schlüssig.
Am Potsdamer Platz war übrigens abends um zehn zur Berlinale Totentanz, das war ein trauriger Anblick. Das Publikum in Berlin kann es sich nicht mehr leisten zu seinem Filmfest zu gehen und anschliessend im Weinhaus Huth etwas zu trinken. Aber Luther und Wegner ist ja auch weitergezogen, an den Schlachtensee. Den muß man auch mal andersrum umrunden, um ab und an eine neue Perspektive zu entwickeln.

Gute Nacht liebes Veilchen.

Fragestellungen.

Was soll ich wollen? Ist der Woyzeck Georg Büchners Alter Ego? Die Alten sitzen auf dem Berg und fordern: „Du mußt dir was ausdenken.“ Da macht das Wollen schon keine Freude mehr, besonders, wenn das Ausgedachte jüngst in den Abfluß gegurgelt ist. Was hält denn der Kritik der Verwöhnten stand? Die bessere Hälfte residiert jetzt in Sanssouci und hält sich die Gönnerschaft zugute.
Ich denke mir jetzt mal was aus. Wird ja auch langsam Zeit.
Überhaupt – die Stakeholder haben ganz schön vorgelegt.
Was soll werden, wenn andere prinzipiell dagegen wetten?

Premiere des monatlichen Frühschoppens der Berliner Poetenoffensive

Vielen Dank an die freundlichen Gäste der Premiere des ersten Frühschoppens der Berliner Poetenoffensive (u.a. Wolfgang Weber, Bijan Boog und Wolfgang Endler) in lockerer Runde im schönen café manstein4. Sie hat Farbe in diesen regnerischen Februarsonntag gezaubert. Beiträge gab es von den Gästen auch, die gewinnbringend und angeregt besprochen wurden. Ich freue mich schon auf das nächste Mal, am 17.03.19, 13.30 Uhr an dem es vielleicht Repliken auf das poetische Manifest zu hören gibt. Ich habe mich auch sehr über das nette Feedback auf meine Einladung gefreut.

Ich freue mich ebenso darüber, dass ich am 10.05.19 um 19.00 Uhr als featured Artist der Künstlerbühne der Kunst Welten eingeladen wurde (Galerie „Kunst Raum“, Hauptstrasse 77, Berlin Friedenau)

Bereits am 27.04.2019, 19.00 Uhr Vernissage Honigstrom II – zurückblicken und vorausschauen,
Ort: Café Manstein4 https://goo.gl/maps/PA6TDDzpPDF2

Empfehlung: Kommenden Sonntag, 17.02.2019
BioKarL,
21.00 Uhr
im Schlot u.a. mit Bijan Boog, Leon Griese