55 | Ein Leben zu leben soll vergeblich sein?

Was gestern klar war,
ist heute trübe.
Ich halte nur daran fest,
dass ich Dich liebe.

Du strahlst so hell,
wie der schönste Schein.
Wann lassen die Menschen,
das Hassen sein?

Ich sehe die Jungen,
die Ängste und ihren Mut.
Sie glauben nicht mehr an Gestaltungsmacht,
man hetzt sie aufeinander 
und raubt ihnen die Kraft.

Haben Sie den „Werther“ gelesen?

Heute gibt es einen lesenswerten und nachdenkenswerten Beitrag von Dr. Hans-Albert Wulf auf https://www.kuhlewampe.net mit dem Titel „Der Tote in Goethes Gartenhaus“. Ein Artikel, der mich daran erinnert, dass ich selbst so eine Wertherin bin. Nur möchte ich leben. Ich möchte nicht bedroht werden, weil andere besitzen wollen, was mein ist. Mein Zuhause.
Ich möchte nicht darüber schweigen, wie ich bestohlen werde. Wie ich Angst davor habe älter zu werden und nicht beschützt zu sein. In einen Konkurrenzkampf mit den Jungen geschickt werde. Wie meine Freunde sich in ihre Trutzburgen verzogen haben und glauben, es sei lächerlich, dass ich noch da bin und versuche mir die Sprache nicht nehmen zu lassen. Wieso geht die Saat des jeder gegen jeden auf? Ich will helfen zu gestalten – eine lebenswerte Gesellschaft auch für Menschen, die nicht mit dem Messer auf andere losgehen, demokratisch und zivilisiert.

Heute sage ich Andrea Nahles – Danke, dass sie erkämpft hat, was so vielen hilft, den Mindestlohn. Danke für all die Menschen, die sich solidarisch organisieren.

Eine Welt der Bitcoins

Guten Morgen,

diese Welt ist mir zu digital. Ich verstehe sie nicht. Mathematik, die die Assymetrie auslöschen möchte, was soll die wert sein? Dystopien wahr machen? Eine Entscheidung, die ich nicht verstehe. Ich bin berechenbar? Was ist damit bewiesen? Man stellt mich vor unlösbare Aufgaben und glaubt damit etwas beweisen zu können. Ihr gewinnt damit nichts.