danach… Delk Danwe

danach …

der Fall der Frucht ins Wasser …
(die Gravitation des Kernes ist fiebrig)
und die Berührung der Wellen mit der Weide,
alles zergeht im Sonnenuntergang aus Minium,
leere Spreu steigt empor, lebenswarm pulsierend …

die Information, die Regel, der Ratschlag,
Weinen und Lachen, Schnee und Eis
und vierzig unterschiedliche Interpretationen dazu …
das Erwachen im Schlicht und Einfach,
wie der Fall der Frucht ins Wasser …

danach nur Stille …

https://www.facebook.com/profile.php?id=100012155868486

Was hält, wenn nichts hält?

Die Vernunft – sie ist Liebe, denn sie hält sich an die Substanz,
nicht das akzidentielle Prädikat.

„Liebe XXX – substanziell bist Du vernünftig. Akzidentiell Berlinerin. Da Du akzidentiell freundlich bist, ist es leicht zu Dir freundlich zu sein, doch moralisch ist es, der Vernunft in Dir mit Achtung zu begegnen – unabhängig davon, ob Du freundlich bist, es Dir gut geht, welche Hautfarbe, welche Religion, welches Geschlecht.
So ich selbst. Unabhängig davon, dass ich glücklich oder traurig bin, was nur akzidentiell ist, habe ich in mir selbst zu achten, das was nicht akzidentiell ist und worauf Frieden und Achtung begründbar ist – die Vernunft. Alles andere berührt meine Substanz nicht. Daher ist es Liebe, eine Verfassung auf Vernunft und nicht auf Annahmen zu begründen, die sich aus Akzidentiellem ableiten. Die Prinzipien, die Du gegen jeden anwenden solltest – auch Dich selbst, gelten aufgrund Deiner Vernunftsubstanz. Sie ist Liebe, die Dich über Abgründe der Irrationalität und Schatten des Irrtums trägt.
Graduelle Unterschiede in der Fähigkeit der Vernunft setzen dies nicht außer Kraft. Sie sind nicht substanziell.
Achtung gehört zur Vernunft. Sie ist kein Gefühl, sondern eine Anerkenntnis. Achtung vor dem Leben in einfacheren Formen gehört für mich ebenso dazu. Ich halte die Vernunft/Liebe überhaupt für substanziell, aber das ist ein weites Feld.
Es ist unvernünftig Unrecht mit Unrecht zu vergelten.“

Gedicht aus „Nachwendezeit“ – 04 | „In aller Munde

“

In aller Munde ist 
die Rede,
wir seien frei.
Ich verstehe solche Rede nicht.
Und nicht, dass man dann davon spricht,
als ob das Tugend sei.

Ich weiss nicht, ob Ihr folgen mögt,
ich denke so:
Des Menschen größte Freiheit ist,
dass er sein Handeln daran bemißt,
dass er sich mit seinem ganzen Bewusstsein erschliesst,
dass er unlöslich an andere
und die Natur gebunden ist.

Woraus er sich dann ebenso bewußt
zur Prüfung der Güte seiner Handlungen entschliesst,
die er aus Einsicht in das Notwendige bestimmt
und worin er die Zwecke anerkennt,
die ihm und den anderen gegeben sind.

Dass er also in Freiheit tut,
was er als das erkennt,
was ihm unter Berücksichtigung
der Pflicht
gegeben ist.

Heute in „Philosophie“ auf g+ – Das ausgedachte Leben im Imperium des Schönen

Ich lege diese Besprechung einer Inszenierung in Stuttgart von Christof Zimmermann auf g+ in „Philosophie“ ans Herz:

Das ausgedachte Leben im Imperium des Schönen

Wenn der Denker forscht, dann sollte er sicherlich bei der Deutung seiner Erfahrungen auch an der jeweiligen Materie bleiben und nicht zu distanziert interpretieren oder auch einfach die eigenen Perspektiven und Bilder keines Falls aus romantischen Gründen produktiv, beziehungsweise aus kulturimperialistischem Ansinnen einfach schön reden.

Die persönliche Berührung und das Gefühl sind es, die wir aufgehört haben in den Begriff des Denkens einzuschließen. Weiterlesen