Perlen | perls März 2016, Berlin

Zwei sich ergänzende und ermutigende Positionen zum Leben und zum Tod, zu finden in direkter Nachbarschaft… Beide von Philosophen, beide geprägt vom dialektischen Materialismus.

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Danke für die Erlaubnis das Foto hier zeigen zu dürfen liebe, überaus talentierte Sandra Rummler.
Mehr zu Herbert Marcuse, der hier auf jeden Fall das letzte Wort hatte.

brecht_and_me
Brechts letztes oder vorletztes Gedicht bevor er 1956 verstarb. https://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/Kahl_Brecht-Charite.pdf

Web-Fund-Perlen und Honigquelle 20: Mark Twain

Liebe Freundinnen und Freunde der Dorettes,
um mich für das kommende Wintersemester zum Studium der Philosophie und der Religionswissenschaften (wer nun, glaubt ich sei religiös, lese bitte -> dies) immatrikulieren zu können, bin heute morgen um 7:50 Uhr auf dem Bürgeramt (öffnete heute um 8:00 Uhr) erschienen, um mir eine Wartenummer zu holen und die Kopie meines Abiturzeugnisses beglaubigen zu lassen. Die Idee, früh zu kommen, hatten auch 118 Personen vor mir. Die Warteschlange für die Nummern erstreckte sich im Treppenhaus über zwei Stockwerke.
Ich hatte dabei noch grosses Glück, denn insgesamt wurden nur 150 ausgegeben. Daher wurde das Ende der Schlange schliesslich von zwei Mitarbeitern des Bürgeramtes bewacht, um Neuankömmlinge abzuweisen. Um 10:45 Uhr verliess ich das BA mit dem gewünschten Dokument. – Na gut, ich will jetzt nicht wieder darauf herumreiten, dass am BER Milliarden versenkt werden, dafür aber die Bürgerämter chronisch unterbesetzt sind und die Berliner Schulen und vor allen Dingen ihre Schüler am Spardiktat leiden, aber dass es keinen Aufstand gegen solche Zustände gibt, das verwundert doch – übrigens auch die Mitarbeiter des BA hinter vorgehaltener Hand selbst, wenn man sie denn fragt.
PS: Auch der Rat, an einem Tag mit Terminvereinbarung zu kommen, nützt leider nichts – die Unterlagen müssen bis zum ersten September an der Uni sein, frühester Termin für das BA gut zwei Wochen später. Da war ich noch froh, dass es überhaupt Tage gibt, an denen man ohne Termin vorbeischauen kann.

Perlen:
Da stellt sich doch die Frage: „Wem gehört die Stadt?“, eine sehenswerte Doku, Länge 1:26 dazu, Weiterlesen

Honigquellen 9, 10, 11, 12: Bettina von Arnim, Anais Nin, Alice Walker, Hermann Hesse

Honiquellen 2: Laotse | Tonight/heute ab 19 Uhr Finissage

Laotse: Ich beobachte mich und verstehe dadurch die anderen.

Honigquellen 2: „Ich beobachte mich und verstehe dadurch die anderen.“ Laotse / „While I watch myself, I understand the other ones.“ Laotse

Heute/ Tonight – Finissage: www.manstein4.de ab 19.00 Uhr, 7pm.
„Die Stadt am Honigstrom / City at honeystream“ – Sabine Rahe www.honigstrom.de
Kommt tanzen/Come to dance – bitte teilen/please share…

Nelson Mandela, Hafez, Saadi, Irmtraud Morgener...

Mandala aus 33 Honigquellen/Zitaten, 33 Quotes (Honeysources) Mandala. SR, july/august 2014

 

Warum jeder Schüler in der BRD Texte von der Autorin Emine Sevgi Özdamar kennen sollte…

Die Autorin Emine Sevgi Özdamar in die Schublade „Migrantenliteratur“ zu stecken und ihre Texte nicht als hervorragende Literatur deutscher Sprache wahrzunehmen und ihren Rang unter den besten Erzählern der deutschen Nachkriegsgeschichte nicht zu erkennen, heißt, die Chance zu verpassen, etwas zu entdecken, das uns alle glücklicher, ganzer und leuchtender auf das Leben zugehen läßt. Frau Özdamar bezieht ihre literarischen Wurzeln auf die grossen Autoren deutscher und türkischer Erzähltradition. Sie ist Literatin in deutscher Sprache und „türkischer Mutterzunge“. Ihre Erzählungen sind zeitlos und zielen direkt auf das Leben, sie sind leichtfüssig, aber nicht banal, voller Humor und Ironie. Sie machen (nicht nur) jungen Menschen Mut, sich auf das Abenteuer des Lebens einzulassen. Lebendig wird eine Zeit der jüngeren Geschichte, die in der Geschichtswahrnehmung von heute so unverständlich erscheint und unangesprochen ist, die Zeit des geteilten Deutschlands, des geteilten Berlins, der Zuwanderung der ersten Generation. – Einer Zeit in der sehr politisch gedacht und viel experimentiert, persönliche Abenteuer gewagt wurden und Neues errungen. Frau Özdamar zeigt in ihren Texten, dass es überall erzählenswerte Geschichten gibt, dass das, was einem als Leben zustößt, voller Geschichten ist, dass das Leben jetzt gerade passiert und dass jedes Leben einzigartig und kostbar ist, selbst in seiner Tragik und natürlich in seiner Komik.
Etwas von ihr zu lesen gehört zu einer Grundbildung für Schüler in Deutschland, wie Autoren, wie Böll, Brecht, Heine, Plenzdorf, Schnurre oder Büchner zu kennnen.
Dass ihre Sprache hochentwickelt ist, ist kein Argument dagegen, sie spätestens in der 9. Klasse in den Unterrichtsstoff auf zu nehmen, sondern das Zeichen einer solchen Wertschätzung weckt mit Sicherheit das Interesse für unsere gemeinsame Sprache und Kultur.