Aufstehen für Frauenrechte! Hinaus zum 08. März


Vielleicht tragen wir weiss? Oder grün, wie Cansel am Dienstag (, die ich zu gern eines Tages als Kanzlerin sehen möchte, mit Franziska als Vizekanzlerin und Andrea als Finanzministerin)? Oder geblümt, wie Franziska? Oder einen Filzhut, wie Jenny. Oder türkis, wie Barbara? Oder grau, wie Kerstin? Oder einen Blazer, wie Fine. Oder einen Schlips , wie Deniz. Ein Saal voll Politikerinnen mit Köpfchen.

„Liebe Frauen,

dieses Jahr wird der internationale Frauentag am 8. März 2019 zum ersten Mal ein gesetzlicher Feiertag in unserer Stadt sein. Wir wollen damit an die Leistungen von Frauen im Kampf um Gleichberechtigung erinnern. Gleichzeitig gibt es aber noch viel zu tun. Daher heißt es auch in diesem Jahr „Heraus zum 8. März!“ Wir wollen weiter kämpfen: gegen Diskriminierung, Rassismus und Sexismus. In unserem Kampf für Gleichberechtigung steht das Thema Parität im Jahr 2019 im besonderen Fokus.
Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht eingeführt. Seitdem dürfen Frauen in Parlamente gewählt werden. Frauen waren jedoch nie in irgendeinem deutschen Parlament paritätisch vertreten. Das widerspricht unserer Verfassung, in der steht: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ (GG, Art. 3 (2)). Geschlechterparität in der Politik heißt für uns, dass Frauen und Männer entsprechend ihrer Bevölkerungsanteile in allen politischen Gremien, und vor allem in Parlamenten, vertreten sind. Dafür setzen wir uns ein.

Wir fordern weiterhin die Streichung der §129a und §218 StGB. Weg von der Bevormundung von Frauen, hin zu sexueller Selbstbestimmung! Wir kämpfen weiter für echte berufliche Gleichstellung und gerechte Entlohnung. Auch um Altersarmut vorzubeugen, von der mehrheitlich Frauen betroffen sind. Gewalt gegen Frauen muss weiterhin bekämpft, Betroffenen Schutz und Unterstützung geboten werden.
Deshalb werden wir SPD-Frauen auch in diesem Jahr wieder auf die Straße gehen, um ein Zeichen zu setzen für die Herausforderungen, die im Kampf um wirkliche Gleichstellung noch vor uns liegen.

In diesem Jahr beginnt die Demo aufgrund des neuen Feiertages schon um 15 Uhr. Wir treffen uns zur Vorbereitung um 11.00 Uhr im Kurt-Schumacher-Haus. Wir werden gemeinsam Transparente malen bzw. basteln und im Anschluss zusammen zur Demo aufbrechen. Kommt vorbei und bringt am besten gleich Material mit: Bettlaken, Pappe, Sprühdose, Farbe, Folie, Kleber, umweltfreundlicher Glitzer… je nachdem was ihr zu Hause übrig habt. Für die weniger Bastel-Begeisterten halten wir unsere ASF-Fahnen für die Demo bereit.

Wir freuen uns auf euch!
Feministische Grüße,

Ulrike, Nicole, Susanne und Anja
für den ASF-Landesvorstand Berlin

Was: Treffen der ASF Berlin zur Vorbereitung des Frauen*kampftages (Transparente / Schilder zusammen gestalten und basteln)
Wo: Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 13353 Berlin
Wann: 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Danach gemeinsame Fahrt zur Demo zum Frauen*kampftag“

#100JahreFrauenwahlrecht und gemischte Gefühle.

100 Jahre Frauenwahlrecht. Ein Grund zum Feiern. Doch es macht auch nachdenklich, dass das den Faschismus nicht verhindern konnte.

Auf dem Debattencamp konnte ich ein längeres Gespräch mit Rasha Nasr führen, die in Sachsen mit der SPD mit der Küchentischtour unterwegs ist. Eine kluge, junge Frau, die sich engagiert und für Demokratie und politisches Engagement wirbt. Und deren Vorschlag ist, dass die Nachwendezeit und die Probleme, die damit einhergingen und gehen, aufgearbeitet wird. Der Küchentisch ist also beispielhaft für Demokratiepraxis.
Denn liebe Frauen – so geht es nicht: Verdutzt stand ich da, als ich von einer wütenden Passantin beim Verteilen von Infoflyern angefaucht wurde – „Ihr habt noch viel Arbeit“, weil sie unzufrieden mit der Kommunalpolitik im Bezirk Kreuzberg war, in der sie sich nicht vertreten fühlte, in dem aber die SPD seit Jahrzehnten nicht verantwortlich regiert und lediglich die drittstärkste Kraft bildet. Weiterlesen

Heute 70 Waldbrände in Schweden | Update

07.08.18 | Das Schweigen, Nichthandeln und Wegsehen ist ein Skandal
https://www.berliner-zeitung.de/wissen/globale-erwaermung-steuert-die-erde-auf-eine-heisszeit-zu–31070260


Update

Zur Situation in Schweden und auf der nördlichen Hemisphäre: http://www.sonnenseite.com/de/zukunft/waldbraende-in-schweden.html

21.07.2018
Auf eine solche Situation ist Schweden mit seinen nur 8 Millionen Bewohnern und 70% waldbedeckter Fläche, das bis hinauf zum Polarkreis seit Wochen in diesem Sommer Dürre und Temperaturen über dreißig Grad erlebt, nicht vorbereitet. Es besitzt nicht einmal Mittel, um solche – bisher ungekannten – Ausmasse von Bränden aus der Luft zu löschen. Aus ganz Europa wird Technik gesandt. Dies sollten die Tage sein an denen wir innehalten und eine Umkehr einsetzt. Der kleinste Nenner der Klimaverabredungen wird nicht reichen. Als hätte Gert Scobel es geahnt, hat er kürzlich eine sehr gute und gut verständliche Diskussionssendung zum Thema „Selbstsabotage“ und warum es so schwer ist sie hinter sich zu lassen gemacht. Ich lege Sie Euch sehr ans Herz. http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/196700/index.html

07.05.16 | Berliner Post: 8-10.000 Menschen im Herzen Berlins unterwegs, um für die Verfassungsrechte, gegen Nazis und Nationalismus einzutreten.

Zur Erklärung: Ich identifiziere mich mit der säkularen Ethik, wie sie im Grundgesetz formuliert ist – und die unter anderem auch garantiert, was oder ob geglaubt wird (Ausnahme Sekten, die diese Verfassung angreifen). Hier kristallisiert sich insbesondere in Artikel 1 GG die Lehre, die unsere Verfassungseltern bzw. Grosseltern aus der Geschichte gezogen haben und zwar unveränderlich und über unsere nationalen Grenzen hinaus gültig, als das Prinzip – unter dem sich unsere Gesellschaft in jeder Weise – also Politik, Exekutive und Legislative – konstituieren soll – die Würde des Menschen ist unantastbar. Erst ab diesem Zeitpunkt verbinden wir uns mit dem Geist der französischen Revolution – die ebenfalls säkular formulierte: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ und im Unterschied zu den Entwicklungen in Deutschland, nicht „völkisch“ ihren eigenen Nationsmythos begründete, sondern auf ethischen Werten.

Leider entstanden die völkischen Ideen bereits in der Mitte des 19. Jhdt. in Deutschland, die Selbstidentifikation begründete sich aus einer Rasseideologie, die religiös-ideologisch verankert werden sollte und zwar in einer Konstruktion, in der ein sogenannter „Kulturkampf“ eröffnet wurde, der sich gegen Katholizismus genauso wandte, wie gegen jede Form des „Internationalismus“… So sollte das Vielvölker- und Vielglaubensgebilde unter einer Ideologie versammelt werden, die den Herrschaftsanspruch nicht gefährdete.

Die Nazis nutzten diese Ideologie weiter und entfernten schliesslich jeden „christlichen“ Bezug, um eine fröhlich zusammengemixte und zynische Staatsreligion zu etablieren. Ein guter Teil dieser Geschichte bezogen auf die völkisch-christlichen Religionsideen (Uwe Puschner) ist bis heute kaum bekannt und wartet zu einem guten Teil noch auf Aufarbeitung. Nach dem Krieg wurden noch weiter Theologen über Jahre in diesem Sinne ausgebildet und zwar sogar in einem Ost-West-Austausch.

Ähnlich, wie die AFD heute argumentiert, wurde also eine homogene Kultur als „Leitkultur“ postuliert, die es weder in dieser Homogenität gab, noch ein demokratisches Bekenntnis war, sondern eben dieser, die Berechtigung absprach. In der Phase bevor die Demokratie abgewählt wurde, vertrat die deutsche Wirtschaftspolitik ähnlich wie heute, einen „Austeritätskurs“, der die innergesellschaftliche Konflikte verschärfte, sowie die internationalen Spannungen… Nachher war man es nicht selbst, sondern Adolf Hitler gewesen.

 


07.05.2016 | Erinnerungsperle – „Keijken“? Dokumentation zu einem Schriftwechsel mit Wolfgang Thierse über die Frage „soziale Integration“

Frühjahr – 2016 bin mit Babies unterwegs und bin schwer erholungsbedürftig. Sie bringen ihre Urteile und Vorurteile aus ihren Ländern mit. Ist in „Deutschland die Bezeichnung „Weiber“ eigentlich das Gleiche, wie „Nigger“ in den USA?“ „In New York ist die Bezeichnung Kijken ein Schimpfwort für Juden, die keine Position beziehen und nur zugucken.“

Rückblick Februar 2006 – Berlin diskutiert die Zwangsverpflichtung auf Schulhöfen konsequent deutsch zu sprechen, auch für Menschen mit anderen Fähigkeiten. Herr Wolfgang Thierse, Berliner und zu der Zeit Bundestagspräsident, schliesst sich der Forderung an. Ich bin sauer, da ich das Problem anderswo verorte und auch weiss, dass in der Republik auf den Schulhöfen zum Beispiel Mundart gepflegt wird. Daher schreibe ich Herrn Thierse an und weise ihn daraufhin, dass sogar eines der wirtschaftlich stärksten Bundesländer Werbung damit macht, dass sie alles könnten – ausser Hochdeutsch.

Nachfolgend dokumentiere ich den Teil unseres Austausches, der erhalten geblieben ist – wer einwenden möchte, die schlechte wirtschaftliche Situation in Berlin, läge an dem niedrigen Steueraufkommen, dem möchte ich raten Mal in die Geschichte des Berliner Bankenskandals zu schauen, an der wir immer noch abtragen.
(Kleine Anmerkung an den Situationen in den Schulen in Berlin hat sich seither wenig zum Besseren geändert, die meisten Reformierungen dienen in erster Linie dem Geldsparen. Für die Dauerbaustelle BBI ist allerdings offensichtlich genug Geld da.)