Kurzbesprechung: Vol. 7 | Lesung im Graphik-Antiquariat J. Düssel | 07.03.2026

Clemens Schittko Kai Pohl Jannis Poptrandov Yingying Song

Clemens Schittko, Kai Pohl, Jannis Poptrandov, Yingying Song

Eine Lesung mit Nährwert. Das AutorInnenkleeblatt – Clemens Schittko, Yingying Song, Kai Pohl und Jannis Poptrandov  – wartete mit Texten (Lyrik und Prosa) auf, die sich nicht auf Gefälligkeiten reduzieren liessen und erneut elegant sezierten, was unter dem Lügengewebe über der Alltagsschilderungspropaganda, die gemeinhin so verbreitet ist, die unangenehme und unbequeme Wirklichkeit ist.
Ob es die verzweifelte Suche des Richtigen im Falschen ist, die durch rituelle Mülltrennung vollzogen wird, die Suche des Individuums nach Bedeutung oder die Perspektive des Zimmermädchens, dessen Arbeitszusammenhänge eine surreale Dimension entwickelt und nach dem Ausgang sucht, vielleicht leuchtet das fahle Licht des Fernsehbildschirms die Szenerie aus oder ob am Ende im Raum steht, ob man angesichts der aufziehenden Schuldsklaverei nicht besser in den Bus in die andere Richtung steigt, um dann doch zu entdecken, dass die weisen Chamäleons blutig geopfert werden. Nicht alle gaben dem Samstagabend-Amüsierwillen des Publikums nach und liessen sich auch nicht durch störendes Gekicher einiger berauschter Gäste aus dem Konzept bringen, die dem angemessenen Wahnwitz wohl so ausweichen mußten – danke dafür – insbesondere an Yingying Song, die an diesem Abend als einzige Frau vortrug, da Lydia Gebel erkrankt war. Danke auch an J. Düssel für die Durchführung dieser Lesereihe in seinem liebenswerten Graphik-Antiquariat in der Gipsstrasse. Das sowieso einen Besuch lohnt und in dem auch Arbeiten von Barlach und Chagall vertreten sind.
Bis hoffentlich bald.
Simin Scharafat

Und morgen dann:

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© Simin

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Clemens Schittko Kai Pohl Jannis Poptrandov Yingying Song

Clemens Schittko, Kai Pohl, Jannis Poptrandov, Yingying Song

Eine Lesung mit Nährwert. Das AutorInnenkleeblatt – Clemens Schittko, Yingying Song, Kai Pohl und Jannis Poptrandov  – wartete mit Texten (Lyrik und Prosa) auf, die sich nicht auf Gefälligkeiten reduzieren liessen und erneut elegant sezierten, was unter dem Lügengewebe über der Alltagsschilderungspropaganda, die gemeinhin so verbreitet ist, die unangenehme und unbequeme Wirklichkeit ist.
Ob es die verzweifelte Suche des Richtigen im Falschen ist, die durch rituelle Mülltrennung vollzogen wird, die Suche des Individuums nach Bedeutung oder die Perspektive des Zimmermädchens, dessen Arbeitszusammenhänge eine surreale Dimension entwickelt und nach dem Ausgang sucht, vielleicht leuchtet das fahle Licht des Fernsehbildschirms die Szenerie aus oder ob am Ende im Raum steht, ob man angesichts der aufziehenden Schuldsklaverei nicht besser in den Bus in die andere Richtung steigt, um dann doch zu entdecken, dass die weisen Chamäleons blutig geopfert werden. Nicht alle gaben dem Samstagabend-Amüsierwillen des Publikums nach und liessen sich auch nicht durch störendes Gekicher einiger berauschter Gäste aus dem Konzept bringen, die dem angemessenen Wahnwitz wohl so ausweichen mußten – danke dafür – insbesondere an Yingying Song, die an diesem Abend als einzige Frau vortrug, da Lydia Gebel erkrankt war. Danke auch an J. Düssel für die Durchführung dieser Lesereihe in seinem liebenswerten Graphik-Antiquariat in der Gipsstrasse. Das sowieso einen Besuch lohnt und in dem auch Arbeiten von Barlach und Chagall vertreten sind.
Bis hoffentlich bald.
Simin Scharafat

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