Was hält, wenn nichts hält?

Die Vernunft – sie ist Liebe, denn sie hält sich an die Substanz,
nicht das akzidentielle Prädikat.

„Liebe XXX – substanziell bist Du vernünftig. Akzidentiell Berlinerin. Da Du akzidentiell freundlich bist, ist es leicht zu Dir freundlich zu sein, doch moralisch ist es, der Vernunft in Dir mit Achtung zu begegnen – unabhängig davon, ob Du freundlich bist, es Dir gut geht, welche Hautfarbe, welche Religion, welches Geschlecht.
So ich selbst. Unabhängig davon, dass ich glücklich oder traurig bin, was nur akzidentiell ist, habe ich in mir selbst zu achten, das was nicht akzidentiell ist und worauf Frieden und Achtung begründbar ist – die Vernunft. Alles andere berührt meine Substanz nicht. Daher ist es Liebe, eine Verfassung auf Vernunft und nicht auf Annahmen zu begründen, die sich aus Akzidentiellem ableiten. Die Prinzipien, die Du gegen jeden anwenden solltest – auch Dich selbst, gelten aufgrund Deiner Vernunftsubstanz. Sie ist Liebe, die Dich über Abgründe der Irrationalität und Schatten des Irrtums trägt.
Graduelle Unterschiede in der Fähigkeit der Vernunft setzen dies nicht außer Kraft. Sie sind nicht substanziell.
Achtung gehört zur Vernunft. Sie ist kein Gefühl, sondern eine Anerkenntnis. Achtung vor dem Leben in einfacheren Formen gehört für mich ebenso dazu. Ich halte die Vernunft/Liebe überhaupt für substanziell, aber das ist ein weites Feld.
Es ist unvernünftig Unrecht mit Unrecht zu vergelten.“

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