Warum nicht fertigwerdende Flughäfen eher ein Grund zur Freude sind…

Ein historisches Dokument über die Kämpfe der 80er Jahre am Frankfurter Flughafen ist hier zu sehen. Damals wurde ich politisiert und ging mit meinem Vater zum ersten Mal zu einer Demonstration in den Wald. Wenn ich heute sehe mit welcher Härte man gegen die Demonstranten vorging und daran denke, dass wir den Ausbau des Frankfurter Flughafens nicht verhindern konnten, schmerzt es mich immer noch. Aber ich höre auch Herrn Schubart, der die Hoffnung hatte, dass dies der Beginn eines starken außerparlamentarischen Bürgerengagements sein würde und damit nicht unrecht hatte.

Es folgte viel Widerstand und es wurde auch einiges durchgesetzt, zum Beispiel die Verhinderung der Volkszählung oder die Förderung eines anderen Umweltbewußtseins. Aber es folgten auch Jahre der Agonie unter Kohl und die Probleme sind nicht kleiner geworden. Die Bürger aber braver… Im Abspann steht als Berater für den Film übrigens ein mir wohlvertrauter Name – Wolfgang Ebenhöh, unser Nachbar und mein Deutschlehrer – kein schlechter :).

Wie gesagt, in unserer Zeit, da einige glauben, es sei ein Menschenrecht zum Preis eines Kinobesuchs in den Flieger zu steigen, bin ich da nicht wirklich traurig, wenn ein Flughafen – siehe BER – nicht fertig wird, allerdings wäre es schön, der Staat steckte die verschwendeten Steuer-Milliarden in die Bildung: https://www.tagesspiegel.de/berlin/inklusion-weniger-lehrer-fuer-mehr-foerderkinder/10024572.html
sowie https://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?aktion=jour_pm&comefrom=scan&r=574661

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