Unerträglich

Unerträglich mit welcher bornierten Saturiertheit der Wohlstandsbürger sich zum Zentrum der Welt erhebt. Was plagen ihn die Nöte des gemeinen Menschen? “Seht her – ich habe es geschafft und mir steht alles zu.” Das ererbte Vermögen quillt als Unerbittlichkeit aus dem satten, selbstzufriedenen Lächeln. Schwäche gilt nicht. Treue gibt es nur solange es nützt. Wer Schwierigkeiten macht, wird gnadenlos aussortiert. Nur was die blütenweisse Weste ziert, wird geduldet. Nichts kann das stumpfe Gemüt eintrüben. Der Horizont ist beschränkt, aber die Selbstgefälligkeit hält sich alles als eigenen Verdienst zugute.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA


*