01.05.2016 – Feiertag

Proletarier: „Klasse und ihre Definition besteht nach Marx im „doppelt freien Arbeiter“ – frei von Produktionsmitteln, die ihm ermöglichten sich selbst zu versorgen und frei, ihren einzigen Besitz, sich selbst bzw. genauer ihre Arbeitskraft zu verkaufen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Proletariat

Empfehlungen:
https://www.hochschulsekretaerin.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_des_Deutschen_Metallarbeiterverbandes

29.03.2016 | Aus meinem Poesiealbum – From my Poetry Collection or brotherly love

Krone der Schöpfung, König(in) ohne Krone
Im März vor vierzig Jahren schrieb mir mein Bruder dies ins Poesiealbum, damals war er neun Jahre alt:Krone der Schöpfung
Die Krone
Der König schreit aufgeregt:
„Wo bleibt nur meine Krone!“
Der Mann, der sie bringt, überlegt:
Ist er denn keiner ohne?
H. Baumann

Hans Baumann selbst war ein aktiver NAZI gewesen. Ich weiss nicht, ob das obige Gedicht sich aus seiner Auseinandersetzung mit der Vergangenheit entwickelte. Seine Biografie weist erschreckende Parallelen zu aktuellen Diskursen auf: „Bestimmende Themen seiner frühen Dichtung waren der soldatische Gehorsam, die Frontkameradschaft und der ehrenvolle Tod fürs Vaterland. Die Pflichterfüllung von Bauern und Arbeitern, Revisionismus, die Expansion nach Osten und die Verherrlichung der Mütter als Garanten für die Erhaltung des Volkes waren weitere Leitgedanken aus seinem ideologischen Kanon, der ihn zu einem nationalsozialistischen Dichter machte.

Konträr dazu lag der Schwerpunkt seines Schaffens nach dem Krieg auf der parabelhaften Erzählung historischer Ereignisse und der Konfrontation seiner Hauptfiguren mit Versuchung, Verführung und Zerstörung durch Macht und das Charisma realer Personen, wie in Ich zog mit Hannibal. Damit reflektierte er selbstkritisch auch sein Wirken während des Dritten Reiches, das bis heute umstritten ist.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Baumann

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27.04.2016 | Humanity, Spuren, Perlen

Sehr sehenswerte arte-Doku, die aktuelle und jüngere geschichtliche Ereignisse (Kriege) in einen geschichtlichen Kontext stellt:
https://www.arte.tv/guide/de/053986-002-A/das-ende-des-erhabenen-staates-2-1
und
https://www.arte.tv/guide/de/053986-002-A/das-ende-des-erhabenen-staates-2-2

Schon gewußt? Der Begriff „Kulturkampf“ stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und diente bereits da als ideologisches Konstrukt für (macht)politische Interessen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturkampf Hierin hatten auch völkische Religionsideen des (deutschen) Protestantismus ihre Wurzeln, die den Boden für „völkische“ Ideen in Deutschland bereiteten. Aus der gleichen Zeit stammt auch der Begriff „Lügenpresse„. Wirklich „populär“ wurde er dann durch die Nazis gemacht

Zum Friedensfest ein Streifzug durch die Stadt. Im Wikipedia-Artikel über das Haus der Buchdrucker (Architekt unter anderem Max Taut) taucht auch der „Drei-Groschen-Streik“ auf, wieder was gelernt – siehe „Drei-Groschen-Oper“, Brecht / Weil

https://www.mediengalerie.org/haus.html und https://de.wikipedia.org/wiki/Verband_der_Deutschen_Buchdrucker
Artikel 1 GG, https://dejure.org/gesetze/GG/1.html
https://www.menschenrechtserklaerung.de/

„Humanity is one“ Tenzin Gyatso. Humanity – see your true colors:

Weil der Text über Erich Knauf oben schlecht zu lesen ist:
„Ein Stolperstein für Erich Knauf – 1895-1944
Erich Knauf, ältestes von vier Kindern des Schneidermeisters Heinz Knauf und dessen Frau Thekla, 1895 in Meerane Sachsen geboren, mußte nach seiner Schriftsetzerlehre und Wanderschaft, 1914 als Soldat in den ersten Weltkrieg. 1915 kam er in ein Strafbatallion, da er seine Vorgesetzten lächerlich gemacht hatte. 1920 Stoßführer bei der Zerschlagung des Kapp-Putsches im Raum Jena und Mitglied der USPD, arbeitete und schrieb danach für die Thüringer Presse. 1922 wurde er verantwortlicher Feuilletonredakteur für die Plauener „Volkszeitung für as Vogtland“. Aus dieser Zeit rührt die Freundschaft mit Erich Ohser (e.o. Plauen) (https://www.google.de/search?q=erich+ohser&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiol4foxuDLAhVD0hoKHYDMCgUQ_AUIBygB&biw=1356&bih=676) her, dem er in der Zeitung Raum gab, seine Zeichnungen und Karikaturen zu veröffentlichen. Etwas später kam Erich Kästner zu dem Freundesbund dazu – seitdem wurden sie die „drei Erichs“ genannt.

Als die Büchergilde Gutenberg 1928 Erich Knauf zum leitenden Lektor ernannte, zog er nach Berlin. Er setzte neue, linkere Akzente. Er band eine neuere Schriftstellergeneration an die Büchergilde und veräffentlichte 1930 seinen Reportage-Roman „Ça ira!, sowie verchiedene Kunstbücher und Künstlerportraits. Inhalt und Gestaltung der Büchergilde-Bände standen auch für ihn im Mittelpunkt. Schrift, Abbildungen, Farbigkeit und Aussage des Textes mußten aufeinander abgestimmt sein. Zwischen 1929 und 1932 wurden Ausgaben der Büchergilde neunmal unter den schönsten Büchern eines Jahres ausgezeichnet.

Nach dem Sturm auf die Gewerkschaftshäuser am 02. Mai 1933 hielt sich Erich Knauf als freier Journalist über Wasser. Eine Rezension der Oper „Carmen“ 1934 im „8-Uhr-Abendblatt“, die das Missfallen von Göring erregte, brachte ihn für mehrere Wochen in die KZs Oranienburg und Lichtenburg. Aus dem Reichsverband der deutschen Presse ausgeschlossen, gelang es ihm trotzdem bei der „Terra-Film“ wieder Fuß zu fassen und ab 1936 als Pressechef eingestellt zu werden. 1938 heiratete er Erna Donath, die bei der Büchergilde seine Sekretärin gewesen war. Er traf seinen Freund Erich Oser wieder und als beide 1943 ausgebombt wurden und ihre Familien ausserhalb von Berlin untergebracht hatten, zogen sie zusammen in das Haus eine befreundeten Arztes in Kaulsdorf. Obwohl sie vor dem im Huas wohnenden Hauptmann Schultz gewarnt worden waren, erzählten sie sich auch im Luftschutzkeller gerne scharfe politische Witze, sehr laut, da Erich Ohser schwerhörig war. Schultz denunzierte sie Anfang 1944 wegen „defätistischer Äußerungen“. Die beiden Freunde wurden verhaftet und vor dem Volksgerichtshof angeklagt. Erich Ohser beging Selbstmord in der Nacht vor dem Prozess. Erich Knauf wurde am 02. Mai 1944 in Brandenburg-Görden hingerichtet.“

12.09.2015 | Perle des Tages: 9 Stufen Konflikteskalationsmodell nach Friedrich Glasl

Am 11. und 12.09.2015 konnte ich an einem Seminar „konstruktiv streiten lernen“ bei Frau Sandra Fanroth teilnehmen. Ein Kernpunkt war für mich ein besserer Zugang zum Erkennen von Konfliktdynamik, vielen Dank, Frau Fanroth. Agentur für Weltrettung

Um ein besseres Verständnis für die destruktive Entwicklung von Konflikten zu gewinnen, bietet das 9 Stufen Konflikteskalationsmodell von Friedrich Glasl einen guten Ansatz.

Eskalation und Deeskalation – noch nie war Konfliktforschung so wertvoll und notwendig, wie heute:

Die Dramatik, die in der „9 Stufen Konflikteskalation“sanalyse nach Friedrich Glasl aufgedeckt wird, ist, dass innerhalb der Dynamik der ersten 4 Stufen (bis zu Stufe 4 –  der Bildung von Koalitionen – „soziale Ansteckung“ / es werden Verbündete gesucht und ins Boot geholt) die Energie für Empathie für den/die andere/n verloren geht und ein Ausstieg aus dem Konflikt nur noch schwer möglich wird, denn die Möglichkeit zur Einfühlung ist die Voraussetzung dazu. Es findet eine Entmenschlichung statt, der andere/die andere wird entwertet – dumm, krank, unfähig. Der Ausstieg wird schwierig bis unmöglich, weil ein Gesichtsverlust ab diesem Punkt befürchtet wird und eine Umkehr (ohne Eingriff von aussen und auch dann) nur noch schwer möglich ist.

Dieses Modell läßt sich sowohl im privaten, wie im öffentlichen Bereich in Konfliktsituationen anwenden. Erschreckend ist auch, dass der Anlass nichtig sein kann und allein Kopfkino am Anfang auf einer Seite genügt, so einen Prozess in Gang zu setzen. Dass heisst, es genügt eine Person (die einen Konflikt nicht anspricht oder sich auf innere Gedankenwege zurückzieht), um die Lawine bis zur gegenseitigen Zerstörung in Gang zu setzen. Zum Beispiel im Büro – Warum grüßt H. mich plötzlich nicht mehr? (In Wirklichkeit ist H. in Trauer, weil H. einen Verlust erlitten hat).

Ein Einstieg: https://de.wikipedia.org/wiki/Konflikteskalation_nach_Friedrich_Glasl

Ronald D. Laing über das so genannte „Normale“ und Veranstaltungshinweis: Diagnose: Gesellschaftlich unbrauchbar mit Aussicht auf Heilung

R. D. Laing, „Das schizoide (Anmerkung SR – nicht das schizophrene) Individuum errichtet… keine Abwehr gegen den Verlust eines Teils seines Körpers. Sein ganzes Bemühen zielt darauf, sein Selbst zu erhalten. Das Selbst hat,… eine prekäre Existenz, es ist der Furcht vor seiner eigenen Auflösung in Nicht-Sein unterworfen… Die Autonomie des Selbst ist vom Verschlungenwerden bedroht. Es muß sich schützen vor dem Verlust seiner Subjektivität und seines Gefühls, lebendig zu sein… Das Individuum fürchtet eine reale lebendige dialektische Beziehung mit realen, lebendigen Leuten… Wir schlagen darum vor, daß der schizoide Zustand… als ein Versuch verstanden werden kann, ein Sein zu erhalten, das unsicher strukturiert ist. (S. 94)“ https://www.thur.de/philo/kp/gs.htm
Literatur von Ronald D. Laing – „Das geteilte Selbst“ und „Phänomenologie der Erfahrung“:

In diesem Zusammenhang interessant:
Diagnose: Gesellschaftlich unbrauchbar mit Aussicht auf Heilung
5. September 2015 in Berlin-Neukölln

Analyse und Kritik der heutigen Psychiatrie in ihrer Parteilichkeit für die herrschenden bürgerlich-kapitalistischen Verhältnisse

Im Vergleich zwischen denjenigen, die tagtäglich fröhlich mitmachen, ihre kapitalistische Verwertung als Bewährungsprobe betrachten und auf die nicht ausbleibenden Misserfolge mit einer Anpassung ihrer Erwartungen und Intensivierung ihrer Anstrengungen reagieren und denjenigen, die dies nicht (mehr) können oder wollen, kommen Psychologie und Psychiatrie zum tautologischen Schluss: Verrückte sind nicht normal, da sie nicht sind, wie es sich gehört.
Die von Psychologie und Psychiatrie betriebene ideologische Verklärung des existierenden Klassenverhältnisses und der dazugehörigen Staatsgewalt, unter dem Label der Normalität, lässt nicht mehr die Frage zu, ob die bestehenden Verhältnisse überhaupt etwas für die Interessen und Bedürfnisse der Menschen taugen und ob es vernünftig ist, sich zum Mittel von Kapital und Staat zu machen.

Im Gegenteil: Psychologie und Psychiatrie gilt die Welt als bestehender Sachzwang, an den sich die Menschen anzupassen und einzurichten haben – wobei dieses Funktionieren-Müssen dann auch gleich als „menschliche Natur“ hingelogen wird. Und wer dies nicht (mehr) hinkriegt, dem wird geholfen!
Wir möchten in dieser Veranstaltung am Beispiel psychologisch-psychiatrischer Diagnostik erläutern, welche Denkfehler und welches Menschenbild dem psychologisch-psychiatrischen wie auch dem Alltagsverständnis zugrunde liegen, wenn von psychischen Störungen die Rede ist und selbige fremd- oder selbstdiagnostiziert werden. Dabei soll die Frage beantwortet werden, für welche staatlichen und kapitalistischen Zwecke das psychologisch-psychiatrische System innerhalb hiesiger Verhältnisse Partei ergreift.

Der Ort ist barrierefrei. Anmeldung erforderlich.
Anmeldung unter: https://gegen-kapital-und-nation.org/tagesseminar-diagnose-gesellschaftlich-unbrauchbar-mit-aussicht-auf-heilung

Perle – kostenloses eBook: Ethik ist wichtiger als Religion, Appel an die Welt des Dalai Lama

Hier ein wichtiges Buch:
Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion
als kostenloses ebook erhältlich…
https://www.beneventobooks.com/

Eilig: Asynchron – Verfassungsschutzbefugnisse sollen erweitert werden

Reaktion auf https://netzpolitik.org/2015/verfassungsschutz-gesetz-die-stellungnahme-der-datenschutzbeauftragten-die-der-union-zu-kritisch-war/

Die SPD-Abgeordneten sollten an Ihre Verantwortung erinnert werden:
„Wenn ihr euch dazu engagieren wollt, könnt ihr das am effektivsten mal wieder bei den zuständigen Abgeordneten der SPD.“
FAXE sind auch möglich

Sehr geehrte Frau XXXX,
die beste Möglichkeit, die Verfassung zu schützen, ist sie zu verwirklichen. Mit aller Anstrengung und Nachhaltigkeit, die einem Menschen zu Gebote steht. Bitte setzen Sie sich daher dafür ein, die mündigen Bürger darin zu ermutigen, den Weg zur Mündigkeit zu gehen und unserer schützenswerte Verfassung den Ehrenplatz einzuräumen, der ihr gebührt und sie zu verwirklichen. Dies gelingt am besten indem wir die Menschen auf ihrem Weg zur Mündigkeit begleiten. Dazu braucht es auch Schulen, die eines Willy Brandt würdig sind. Jeder Cent, der für Aufrührer verschwendet wird, die die Verfassung angreifen – und so könnte man die Vorkommnisse auch im NSU Prozess interpretieren – ist herausgeworfenes Geld und keineswegs nachhaltig investiert, nur nachhaltig destruktiv. https://www.die-dorettes.de/dorettes/zum-09-november-unser-leitstern/
Mit freundlichen Grüsse,
Sabine Rahe

Sehr geehrter Herr XXXX,
die beste Möglichkeit, die Verfassung zu schützen, ist sie zu verwirklichen. Mit aller Anstrengung und Nachhaltigkeit, die einem Menschen zu Gebote steht. Bitte setzen Sie sich daher dafür ein, die mündigen Bürger darin zu ermutigen, den Weg zur Mündigkeit zu gehen und unserer schützenswerte Verfassung den Ehrenplatz einzuräumen, der ihr gebührt und sie zu verwirklichen. Dies gelingt am besten indem wir die Menschen auf ihrem Weg zur Mündigkeit begleiten. Dazu braucht es auch Schulen, die eines Willy Brandt würdig sind. Jeder Cent, der für Aufrührer verschwendet wird, die die Verfassung angreifen – und so könnte man die Vorkommnisse auch im NSU Prozess interpretieren – ist herausgeworfenes Geld und keineswegs nachhaltig investiert, nur nachhaltig destruktiv. https://www.die-dorettes.de/dorettes/zum-09-november-unser-leitstern/
Mit freundlichen Grüsse,
Sabine Rahe

Rio – Fluß

Land in Sicht

Land in Sicht, singt der Wind in mein Herz.
Die lange Reise ist vorbei.
Morgenlicht weckt meine Seele auf.
Ich lebe wieder und bin frei.

Und die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen,
die Spuren der Verzweiflung wird der Wind verweh’n.
Die durstigen Lippen wird der Regen trösten
und die längst verlor’n Geglaubten
werden von den Toten aufersteh’n.

Ich seh die Wälder meiner Sehnsucht,
den weiten sonnengelben Strand.
Der Himmel leuchtet wie Unendlichkeit,
die bösen Träume sind verbannt.

Und die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen,
die Spuren der Verzweiflung wird der Wind verweh’n.
Die durstigen Lippen wird der Regen trösten
und die längst verlor’n Geglaubten
werden von den Toten aufersteh’n.

Heute 01.06.2015

Wir machen die Welt, wie sie uns gefällt

Berliner Studierende entwickeln ein Weltverbesserungsrezept


Feature über eine Studierenden-Initiative

Carolin Strehmel ist Studierende der FU Berlin und Weltverbesserin bei Über den Tellerrand kochen.

Carolin Strehmel ist Studierende der FU Berlin und Weltverbesserin bei Über den Tellerrand kochen.

Von der Theorie zur Praxis

“Die Frage – wer sind die Menschen, die zu uns kommen? – wird in der öffentlichen Debatte vergessen.” sagt Carolin Strehmel – Studierende an der FU Berlin – zur Wahrnehmung von Flüchtlingen in der Öffentlichkeit. Innerhalb von knapp einem Jahr hat Carolin zusammen mit drei weiteren berliner Studierenden eine Anleitung entwickelt, die dieses Defizit kleiner machen kann. Wie so vieles in dieser Welt, begann alles mit einigen Überlegungen an einem Esstisch. Heute wird das Projekt europaweit beachtet und das Anliegen von Über den Tellerrand kochen ist nicht nur wortwörtlich in aller Munde. Weiterlesen