Gibt es noch “Hexenprozesse”? Mobbing, Intriganz

So im Nachgang bin ich schon schockiert, wie mit mir umgesprungen wurde. Was sind das für Chefs, die zulassen, dass einer Frau einige Tage vor ihrem 60. Geburtstag der Stuhl vor die Tür gestellt wird – kurz vor Abschluß der Probezeit –, weil andere Mitarbeiter ihre Vorgängerin zurückhaben wollen, die das Unternehmen verlassen hat, weil sie nicht mehr dort arbeiten wollte und diese es sich plötzlich anders überlegt hat? Wieso läßt der sich das bieten?

Ich hatte von Anfang an mit offenen Karten gespielt und schon im Einstellungsgespräch erzählt, daß ich einen Behindertenstatus von 60% habe. Trotzdem habe ich die gleiche Leistung, wie meine junge Kollegin (die das Unternehmen leider Richtung Sorbonne verläßt) abgeliefert. Zwischen 0,67% (in den Ferien) und 0,89% vom Gesamtumsatz täglich, außer sonnabends, der Tag an dem Berufstätige für die Woche einkaufen. Es ist eine richtige Sauerei, dass das Verhalten dieser “Menschen” zum Erfolg führte. Ein Unding. Soviel zur sozialen Verantwortung von Unternehmern.

Nicht anders wurde mit den sogenannten “Hexen” verfahren. Sie wurden auf den Scheiterhaufen gesetzt, weil sie irgendwem im Weg waren.

Perlen vom 21.11.12

Die Flüchtlingsproteste in zeigen Erfolge – nach Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein hat Hessen die Residenzpflicht abgeschafft (Meldung im ND v. 20.11.12). In Brandenburg wurde die Residenzpflicht jedoch leider lediglich gelockert, hier kann dazu der offene Brief des Flüchtlingsrates Brandenburg an die Abgeordneten des Landtages gelesen werden. (01.11.12)

Wie Konflikte, auch Mobbing im Klassenzimmer von Lehrern und der Schule aufgegriffen werden können und sollten, warum Konfliktlösung in die Schule gehört, davon berichtet Frau Parvin Sadigh heute in der Zeit-online: https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2012-11/schulkonflikt-beratungslehrerin-streitkultur/komplettansicht

Die heuteshow vom 16.11.12

Perlen vom 20.11.2012

Folgender Artikel wirft prinzipielle Fragen zur Konsumgesellschaft auf:
https://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/zeitgeist/5018-die-wirtschaft-ist-ein-grausames-spiel.html

Zum Phänomen der Ausgrenzung in seinen verschiedenen Formen zum Beispiel, Rassismus, Vorurteil und Mobbing ist es immer wieder interessant sich die Sündenbocktheorie zu vergegenwärtigen (Zitat aus Wikpipedia):

Soziologische Relevanz des Begriffes

Die soziale Rolle des Sündenbocks lässt sich auch einer ganzen Gruppe von Menschen per Attribution zuweisen. Sind Menschen frustriert oder unglücklich, richten sie ihre Aggression oft auf Gruppen, die unbeliebt, leicht identifizierbar und machtlos sind.[1]

Dies kann auch mittels einer durch Machteliten verbreiteten Ideologie geschehen, die ein Feindbild bewusst entwickelt mit dem Ziel, bestimmte soziale, ethnische oder politische Minderheiten zum Sündenbock für aktuelle Krisenerscheinungen zu machen oder von der eigenen mangelnden oder schwindenden Legitimation abzulenken (siehe zum Beispiel Holocaust). Eine solche Projektion auf einen Sündenbock kann für die Bevölkerungsmehrheit identitätsstiftende Funktion bekommen. Weiterlesen

Perlen vom 19.10.2012

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf: https://www.spiegel.de/politik/ausland/spaniens-polizeichef-will-bilder-von-polizei-pruegel-verbieten-a-862252.html

https://www.youtube.com/watch?v=Kkrx42s4Qbc&feature=youtu.be&a Wenn Spanien das durchdrückt, wird das scheibchenweise in ganz Europa Nachahmer finden.  (Lilly H.)

Das moderne Opium für’s Volk ist der Konsum, der längst den Platz der Religiosität (Stichwort Markenreligion) eingenommen hat, ein Lieblings-Blog der sich kritisch und kreativ damit auseinenandersetzt ist konsumpf.de (immer lesenswert). Heute mit einem Beitrag zum Medienkonsum und den abartigen Castingshows und ihren (normierenden und abrichtenden) Folgen. Castingshows wiederholen und verstärken in meinen Augen (SR) das gesellschaftliche Klima der Konkurrenz und kommen öffentlichen Mobbingveranstaltungen sehr nah, hier wird vorgemacht, was in Kinderzimmern, Schulen, auf der Strasse und an den Arbeitsplätzen nachgemacht wird.

Das immer noch lesenwerte Buch von Sloterdijk “Kritik der zynischen Vernunft” wird hier ein wenig von Sjoerd van Tuinen vorgestellt. In seinem Werk unterscheidete Sloterdijk den Zynismus der Herrschenden, der sich auch in ihrem Zynischen Lachen ausdrückt, von der Satire der “Beherrschten”, die aber zwei Seiten einer Medaille sind…

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