11 | Tanz

Wir stehen mit heissem Kakao
in den Händen auf der Strasse.
Weisse Sterne sinken an diesem kalten Tage
aus den Wolken auf unsere Häupter
und das der Aufpasserin herab.

Im Café drehen sie Musik an.
Und Du tanzt.
Ich sehe das Lächeln
in Deinem Gesicht
und wie Du Dich
um die eigene Achse wiegst.
Und ich tanz.

Wir blicken in den Himmel
aus dem die Flocken fallen.
Und sie tanzen.
Wir drehen uns umeinander im Schnee
und tanzen unseren Tanz
nach der Wintermelodie.

76 | Verborgen



Verborgen hinter zugezogenen Gardinen.

Klagend über Traumverluste.
Phantasiere Wärme in vorgestellten Mienen.

Tröstende Umarmungen meines Holden suchend.

Nehme Nektar aus Goldströmen.

Pflanze Flammen in den Tag.

Möchte Widerstreitendes versöhnen.

Forme Schwüre, wie ihr’s vertragt.

Berge Düsterkeit im Zwielicht drinnen.

Tage, die ziellos verrinnen.

Greife nach Halt in Erinnerungen.

Bin in Gegenwart hineingezwungen.


Wortwolken, die das Tonlose betrachtend 

schamgesäumt verstummen.