129 | Sinn II

Duftende Rosenblütenblätter sind mir die Erinnerungen an Dich.
Mit dem Gefühl des kostbaren Samts Deiner Haut
kleide ich die Träume meiner Tage aus.
Blau strahlt Dein Augenlicht
in mich zurück.

Diese eine Stunde, die wir beieinander lagen,
gibt all den anderen Sinn.
Ich gebe meine Tage mit der Rück-
schau an sie hin.

Wir schenkten einander ein zärtliches Glück,
das mein Herz auch jetzt noch vollkommen verzückt
und mich aus der monotonen Tristesse des Alltags entrückt.
Du bist mir am Horizont der hellste Stern,
trotzdem Du weilst genauso fern.

130 | Meine Tage

Ich bin auf Wanderschaft
von Ruheplatz zu Ruheplatz.
Und dann das Gleiche an jedem Ort
– ich denke mich fort.

Ich träume ständig.
Nur dann bin ich lebendig.
Von einem kleinen, ebenerdigen Haus
mit Stockrosen am Fenster draussen.

Vom Meer – glitzernd und blau
im gleissenden Sonnenlicht.
Vom Verfassen eines glühenden Liebesgedichts.
Von Deinem schönen Gesicht.

Ich blicke zu den Wattewolken hinauf
und folge mit den Augen ihrem Himmelslauf.
Das Leben hier drunten
ist ohne Zeit und Stunden.

So verstreichen meine Tage
ohne Ziel und Plan.
Was von mir zu tun ist, wird von mir getan,
worauf ich wieder träumen kann.

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