Schmarrn

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ —
Antoine de Saint-Exupéry in „Der kleine Prinz“
Ich sah so mit 15 ein Biopic über James Dean in dem auch seine Faszination für das Buch „der kleine Prinz“ thematisiert wurde. Daraufhin liess ich es mir zum Geburtstag schenken. Den obigen Satz habe ich daraus zutiefst verinnerlicht, denn mein Vater hatte unsere Familie verlassen, als ich keine fünf Jahre alt war und sich aus meinem Leben abschiedslos zurückgezogen. Mit dieser Vorstellung Saint-Exupérys war ich selbst schliesslich in die Liebe gestartet und stellte am Ende fest, dass er keine Bedeutung in dieser Welt hat, in der jede/r ersetzbar ist. Im Gegenteil – ein Freiheitsbegriff bewohnt die Herzen in dem für Verläßlichkeit und Vertrautheit kein Platz ist, obwohl man Jahrzehnte am Schicksal des anderen Anteil genommen hatte. Selbstverständlich kann man auch ohne diese Dinge leben, vielleicht sogar glücklich sein und ich bin ja auch weit über mich hinausgewachsen, weil ich zuvor einen viel zu hohen Anpassungspreis gezahlt habe. Man hat dann eben nur Phantomschmerzen, wenn das süße Gift der Illusionen herausoperiert wird.

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