156 | Samten sinkt die Nacht

Samten sinkt die Nacht herab –
zerschnitten vom Kläffen eines Hundes,
das durch die Strasse schallt.
Schmerz zieht stechend vom Genick
in die Schultern hinab.

Das ist wohl nichts Besonderes,
ich werde nur alt.
In meinen Knochen steckt der langgezogene Tag,
der junge, flammende Sehnsucht barg.

Am Morgen schwang ich mich auf’s Rad
nachdem ich eine Tasse
schwarzen Kaffee getrunken hab.
Jetzt mache ich bei der Erinnerung halt.

Ich warte auf einen Traum und Schlaf
und suche Rast
bis morgen ich mich an einem neuen Tag
wieder an den Schreibtisch kauer‘.

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