Perle des Tages | Sido – geboren, um frei zu sein

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127 | Wie gut

Wie gut schmeckt dem Hungrigen das Brot.
Wie süß löscht klares Wasser brennenden Durst.
Wie angenehm ist nach dem Tun die Rast.
Wie schön glänzt blau der Himmel nach einem trüben Tag.

Welche Freude, wenn man das Gesuchte fand.
Ein Glück, wenn sich des Rätsels Lösung zeigt.
Wie hold, wenn die Lerche wieder zum Himmel aufsteigt.
Auch, wenn der Nachtigallen Gesang nur kurze Zeit erklingt –
es ist doch bestens, dass sie in jedem Jahr auf’s Neue singt.

Die Christel von der Post

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Perle des Tages: Was Armut mit uns macht

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2022-Kein-Jahr-wie-jedes-andere

Eine persönliche Chronik habe ich ja schon hinterlassen für dieses Jahr in dem wir mit einem furchtbaren Krieg konfrontiert wurden, der mehr zerstörte, als uns lieb sein kann. Aber ich persönlich habe in den vergangenen zwölf Monaten soviel Gutes erfahren und dazu gelernt, wie ich es mir vor einem Jahr nicht erträumen konnte. Ich habe drei Bücher gemacht, schöne Reisen unternommen, Kunst erfahren, wunderbare menschliche Begegnungen gehabt und endlich verstanden, dass das Leben im Kapitalismus zwar keinen Sinn ergibt, man aber den Kampf trotzdem aufnehmen muß. All die Glücks- und Erfolgserwartungen, die nicht eingelöst werden, sind nicht das persönliche Versagen des Individuums, sondern falsche Versprechungen einer Ideologie, die in Wirklichkeit auf Ausbeutung von Mensch und Natur beruht.

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Bertold Brecht | Herr Puntila und sein Knecht Matti

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Irrtum

Es gibt wohl keinen grösseren Irrtum, als dass die Liebe die Antwort auf alles sei. Nein, das ist ein Lügengebilde, das gezüchtet wird, um über die Entfremdung in der kapitalistischen Welt hinwegzutrösten und uns besser ausbeuten zu können. Wir verbiegen uns, um Beziehungen aufrecht zu erhalten, die unsere Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen nie einlösen können. Wieso sollte eine Gegenwelt in der rauen Wirklichkeit geschaffen werden können? Ja, es gibt glücklicherweise Freundschaft, aber längere Beziehungen, die nicht auf Ausbeutung beruhen, sind Illusionen. Man tauscht Anpassung gegen Liebesbeweise und jeder bleibt einsam. Rituale sind wichtiger als geistige Begegnungen und eines Tages ist der Schmelz der Jugend verbraucht und die Kinder erwachsen und die Partner nur noch Hüllen ihrer Funktionen. Dann wird entweder alles zerschlagen oder man dümpelt in unterschwelligem Groll miteinander vor sich hin. Verletzte gibt es in diesem Drama auf jeden Fall. Die Kleinfamilie löst nichts. Sie ist ein Gefängnis. Wer ihren Versprechungen glaubt und ihrer Verlockung erliegt, wird bitter enttäuscht. Nur wer bereit ist, sich hinter Rollenbildern zu verstecken und die an ihn gestellten Erwartungen erfüllt, ist überhaupt in der Lage, einige Zeit eine längere Beziehung zu führen. Statt sich in diesem Gefängnis aus Lüge und Verstellung zu versklaven, sollten wir für eine Gesellschaft kämpfen, in der jeder Teilnehmer Wertschätzung erfährt und nicht einige Wenige von der Fron vieler profitieren. In der ein Leben sinnhaft geführt werden kann und nicht durch Ersatz über die täglich erfahrene Brutalität der absoluten Austauschbarkeit hinweggtrösten muß. Verlassen wir die Verliesse und Gefängnisse der kleinbürgerlichen Idylle. Legen wir die Illusion der Liebesverheissungen ab. Werfen wir die Krücken fort. In dieser Welt haben wir einzustehen und uns nicht zu verstecken. Lieben wir, aber wissen wir auch, dass die Liebe kein Schutzschild und nur begrenzt eine Glücksverheissung ist.