Österlen

Am Horizont – vor der Küste –
ein schmaler Streifen
dunkelblauen Meeres.

Geschwungen durchzieht der schwarze Asphalt
der kurvengewundenen, schmalen Straße
die sanften Hügeln vor und
und den duftenden Wald hinter uns.

Linkerhand leuchtet ein Rapsfeld sattgelb.
Ein betagter Hof duckt sich davor in das Bild.
Zwischen ihm und uns –
samtgrüne Weiden – lose mit Draht an
hüfthohen, verwitterten, gespaltenen Stämmen,
krumm in der Erde steckend, umgrenzt.

Der weite Himmel wölbt sich strahlend
und hoch darüber.
Eine handvoll Rotmilane, die schwebend in ihm aufsteigen.
Sie rufen einander pfeifend.
Wir betrachten, die Köpfe im Nacken,
wie sie in der Höhe über der Landschaft kreisen.

Hier können wir – angefüllt mit dem schnellen Wechsel
von Helligkeit und Schatten, die Wolken im Vorbeigleiten
werfen, – zärtlich und innig miteinander schweigen.

In dieser Gegend umfangen wir alles wortlos.
Wir lassen die Fragen im Lichtstrom forttreiben,
als seien sie tanzende Staubkörnchen.

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