Nicht machen


Manchmal glaube ich, besonders im Sommer,
ich möchte eines Tages in einem Land aufwachen,
in dem sich durch besonnenes Nichttun von selber erledigen
die meist leidigen Sachen.

Was tun denn in Wirklichkeit die, die durch beständiges Tun
einen endlosen Strom von unumkehrbaren Taten entfachen?
Mit ernstem Eifer und unablässigem Machen
streben sie scheinbar endlos vorwärts,
drehen am Rad und zementieren zuletzt sogar ihr eigenes Herz
zu Stein.
Trotzdem schliesse ich auch gerade diese in meine Hoffnung mit ein,
sie liessen es in naher Zukunft eine lange Weile lang sein.

Sie hielten inne, legten vergnügt den Kopf schief
und für einen ausreichenden Zeitraum die Hände in den Schoß
So lauschten sie der Welt und betrachteten sie bloß.
Sie wollten nicht mehr ihre Anheizer sein,
verschenkten tausend Lächeln und bäten einander
zu einem Glas säuerlich erfrischenden Apfelwein herein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*