Liebe Social Media Freunde – ich hoffe, wir begegnen uns auch ohne Zuckerbergs Metaversum.

Heute habe ich beschlossen,  meine Aktivitäten im Netz nur noch auf meinen Blog, maximal andere Blogs und meine Buchmacherei zu beschränken und trotzdem zu hoffen, meine wunderbaren Freunde auch hier wiederzufinden.
Mir machen nicht nur das Erstarken der Rechtsextremisten (Faschisten) und die Klimakatastrophe, sondern auch die Verdrängung der Menschen in ihren schöpferischen Fähigkeiten durch KI Sorgen. Das sind alles Entwicklungen, denen ich mich bewußt entgegenstellen und gleichzeitig entziehen möchte. Ich werde keinen „Content“ für Social Media mehr produzieren, der ja letztlich dazu dient, als Persönlichkeit durch Maschinen ersetzt zu werden. Natürlich werde ich das alles sehr vermissen – die direkten Feedbacks meiner Social Media Freunde, die mich mit der neuen KI gesteuerten Version von Google nicht mehr finden werden und die mich bald vergessen werden, weil ich ihren Feed nicht mehr bespiele. Aber ich schaffe auch produktiven Eigenraum und ich bin sehr neugierig und gespannt, wie ich das entwickele.
So viele haben geklagt in der Coronazeit, über ihre Isolation –– ich hatte da klar einen Erfahrungsvorsprung, denn ich war einige Jahre zuvor unerbittlich durch persönliche Lebensereignisse aus den vertrauten Strukturen herauskatapultiert worden und fand mich in einer Situation wieder, die mich dazu zwang, meine Existenz neu zu erfinden und mit Anfang 50 überwiegend neue Kontakte knüpfen zu müssen und zu wollen und neue Freundschaften zu schliessen. Dazu war Social Media natürlich genau ausgelegt – das vereinzelte Individuum einzufangen und mit einer großen Zahl Schicksalsgenossinnen in einen Austausch zu bringen. Oder sie letztlich kontinuierlich von ihrem Elend abzulenken und daraus Kapital zu generieren, dass Ihre Aufmerksamkeit gebunden wird. Die riesigen Datenspuren, die wir erzeugt haben – Big Data, können für uns fatale Folgen haben, denn sie füttern KI Modelle. Schon jetzt ist es kaum mehr möglich, mit schöpferischer Arbeit zu überleben. Wir eleminieren uns heraus aus dieser Welt und ihren Prozessen – freiwillig.

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