Januar 2019 | Eine poetische Intervention

Auf der Suche nach Antworten, beschliesse ich am 16. Januar in kleiner Auflage eine poetische Intervention im Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften und auf dem Flur zur philologischen Bibliothek zu versuchen. In der Computerzentrale auf dem Campus drucke ich das poetische Manifest zehn mal. Ich habe mehrere DIN A lang Umschläge dabei, falte das Manifest und beschrifte die Umschläge mit „Das poetische Manifest“. Nur einen davon mit Brief an einen Unbekannten, ob er seinen Empfänger je erreicht ist ungewiss. Ich behalte ihn zurück. Vielleicht habe ich mal die Gelegenheit ihn persönlich zu überreichen.

Am 18. Januar erhalte ich Nachricht, dass ein Dokument von mir zur Abholung gegen Vorlage des Ausweises im Infopunkt der Computerzenztrale bereit liegt. Ich freue mich. Es ist also nicht ungelesen in den Müll gewandert. Es hat sich ein freundliches Spiel um das Manifest entsponnen. Das ist mehr als ich erhofft hatte. Ich werde freundlich und humorvoll ernst genommen. Ich arbeite mich spielerisch durch die klassische Ästhetik.

Am 19. Januar auf dem Weg zur Uni treffe ich einen freundlich und amüsiert lächelnden Universitätsmitarbeiter, der mich erkennt, weil ich ihn kürzlich in ein Spiel verwickelt habe. In dem Infopunkt händigt ein Kommilitone mir das gewanderte Manifest aus. Es bekommt einen Platz in meinem Archiv oder Sie erwerben es hier.

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