Im vergangenen Winter

Im vergangenen Winter war es frostig
und trüb in Dänemark, wo ich auf Entdeckungs-
und Forschungsreise war.

Ich ging bis an die Grenze und hörte,
was ich zu tragen hätte, sei Scham.
Ich tauschte Erinnerungen gegen Devisen.
Stand in Verbindung zu einem schönen Mann.

Was mir half nicht aufzugeben und
womit ich ihn glücklich machte,
als ich unter einer duftenden Kiefer
Schutz vorm Regen fand.

Ich kämpfte gegen einen Quantensturm,
bis ich an die Spitze einer Landzunge kam.
Dort hielt der Wind dann schliesslich inne,
so dass mein Fahrrad einfach rollte
und ich ganz gut voran kam.

Ich lernte viel auf dieser Reise
auf der ich mir vom Glück ganz einfach nahm
und mich in die Sonne stellte,
als ich mir Kopenhagen besah.

Ich nahm dort Zuflucht in einem Gartenhäuschen
in winterklarer Nacht und verstehe besser,
was es heisst, wenn man kein Zuhause hat.

Ich sah Männer herrisch kämpfen.
Sie haben Stahl, Beton und Glas in Stellung gebracht.
Sie rächen sich an dummen Gänsen.
Für sie steht Gott auf der Anklagebank.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*