…Jim Jarmuschs „Only lovers left alive“ – 2014 startet mit Substanz und guter Kunst, was angesichts flacher politischer Verhältnisse ein echter Trost ist.
Black History Month – Werkstatt der Kulturen
Seit 1990 gibt es auch in Deutschland den Black History Month, der in Berlin von der Werkstatt der Kulturen ausgerichtet wird: https://www.werkstatt-der-kulturen.de/de/festivals/ und geschichtliche und kulturelle Leistungen mit afrikanischen Wurzeln bekannt machen soll. Im Rahmen dieses Programms durfte ich am 01. Februar das Konzert der Pan-African All Stars Big Band „1884“ miterleben. Ein Band-Projekt, dass durch das Engagement der künstlerischen Leiterin Philippa Ebéné und dem Musiker Jonas Bibi Hammond ermöglicht wurde. Seit dem Konzert von Antibalas 2004 auf dem Kulturforum, durfte ich kein so mitreissendes Konzert in Berlin mehr erleben. Zunächst blieb die Stimmung im Saal sehr vorsichtig und zurückhaltend, was der Bestuhlung geschuldet war. Doch brach Bibi Hammond das Eis, als er die Leute bat, sich von den Sitzen zu erheben und zu tanzen.
So wurde die Musik, zu recht, doch noch gebührend genossen und gefeiert. Musikalisch war es ein hinreissendes und thematisch wohltuend politisch mit Sinn gefülltes Konzert voller Höhepunkte. Bitte, mehr davon gerne, noch lieber im Sommer und vor einem viel grösseren Publikum.
Mit diesem Song – Jamestown – wurde das Konzert eröffnet
Jonas Bibi Hammond – Jamestown – Live@WDK Berlin 2011 from Michael Homa on Vimeo. Jonas Bibi Hammond Titletrack from his new CD Jamestown recorded live at Werkstatt der Kulturen in Berlin on 28-10-2011. In diesem Song verarbeitet Bibi die schreckliche Geschichte der Sklavenverschleppung über Jamestown in Ghana mit dem Schiff Jamestown nach Jamestown in den USA.
Das Konzert von 1884 im Sommer ist schon versprochen, mehr Infos folgen…
Die Band heißt 1884 nach dem historischen Jahr in dem in Berlin im roten Rathhaus die Teilung Afrikas beschlossen wurde und ist das Versprechen einer neuen Afrkanischen Einigkeit. Sie setzt sich aus Musikern aus allen Regionen Afrikas zusammen und mischt verschiedene Traditionen und Stile zu etwas ganz Neuem und Jetzigen.
Dresden
Wer in nächster Zeit plant nach Dresden zu fahren, sollte sich Karten für die „Elektra“ Inszenierung sichern. Das sächsische Staatsorchster Dresden unter der Leitung von Christian Thielmann und die Leistungen der Sängerinnen und Sänger werden dieser hochspannenden und modernen Musik von Richard Strauss briiliant gerecht. Meiner Generation ist Richard Strauss Musik eher wegen seines „Zarathustras“ im Ohr, die die musikalische Einleitung und das Thema zur „2001 Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick bildet.
Die Oper Elektra ist nicht weniger differenziert und dramatisch und es gibt sehr selten die Möglichkeit sie aufgeführt zu erleben, hier geht’s zu den Karten
https://www.semperoper.de/oper/premieren/detailansicht/details/60030/besetzung/20610.html
Ebenfalls in Dresden wird Karl Kraus „Die letzten Tage der Menschheit“ gezeigt
https://www.staatsschauspiel-dresden.de/home/die_letzten_tage_der_menschheit/
Das Stück galt als unaufführbar und Kraus zeigte damit seinerzeit den bestialischen Wahnsinn um den ersten Weltkrieg https://www.die-letzten-tage-der-menschheit.de/5/
Jim Jarmuschs „Only lovers left alive“
Jim Jarmusch erzählt von der Liebe und der Menschheit. Adam and Eve sind seit Ewigkeiten ein Paar und jung und cool geblieben. Detroit ist das neue Berlin. Bücher, Poesie, Freundschaft, Erinnerungen, Instrumente und Musik der einzige Trost in einer Welt, die immer mehr von Zombies beherrscht wird. Doch die Liebe hält am Leben und so werden Liebende zu ewig Lebenden von Adam and Eve verwandelt und damit Ihre eigene Liebe auch am Leben gehalten.
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