Gewitterleuchten


Der Gewitterwind fegt raschelnd
gelbe Lindensamen zu Haufen
auf dem Asphalt der Strasse zusammen.
Der Lichtschein der Blitze wirft leuchtend
helle Ränder, die düstere Wolkentürme rahmen.

Im Schornstein fauchen heulend
die Böen. Ich schliesse die Fenster
und denke an die, die das nicht können,
weil sie, wie Du, kein Zuhause haben.
Ich denke an Euch und hoffe,
dass Ihr beschützt seid im Sturm.

Der Regen tröpfelt pochend
und klopfend an die Fenster.
Grollend rollen die Donner heran.
Ich kauere mich in meinen schwingenden Sessel
und möchte Dich und den dunklen Schatten,
den Dein Verschwinden in mir zurückgelassen hat, nicht vergessen
und lieber hoffen, dass Du Hilfe gefunden hast.

Aus meinen Augen quellen bittere Tränen,
weil ich nichts zu tun vermag,
nur sitzen, an Dich denken, hoffen und warten,
auf einen nahen und einsichtigen Tag
an dem ich Dich wieder in die Arme schliessen darf.
Oder mindestens eine Nachricht
mit einem Lebenszeichen von Dir erhalten hab.

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