Gedichte: In mein Herz geritzt, Für immer

„Männer kommen und gehen.“


38 | Für immer

Ist es erst Wochen her
und nicht schon ein Jahr,
daß ich meinte, die Erde begänne zu beben,
weil unsere Herzen und Körper
mit solcher Gewalt aufeinander zustrebten?

Als uns drängte mit physischer Macht die Lust,
unsere Sinnlichkeit miteinander zu erleben?
Und wir taten, was man tun muß,
um sich einander vollkommen hinzugeben?

Als wir einsaugten des anderen Duft,
um uns nie mehr zu vergessen
und zu verglühen im Liebestaumel
alle vorangegangenen Schmerzen?

Und als wir uns sinnlose Begehrensworte zuraunten?
Alle Umstehenden fühlten sich genötigt,
die Kraft unserer Anziehung zu bestaunen.
Ich werde ab jetzt gewiß davon immer
– bis an mein Ende – sehnsüchtig träumen.

37 | In mein Herz geritzt

Unauslöschlich in mein Herz geritzt
sind die Erinnerungen
an Deine kurzen, kupferfarbenen Locken,
milchig weisse Haut, blaue Augen,
rote Kinnstoppeln und Deine kleinen Pitbullohren.

Schon vor Wochen
bist Du in Deine Zukunft gegangen
und ich bin dazu verdammt,
seither täglich davon zu träumen,
dass Dich Deine Erinnerungen an uns
zu mir zurück holen.

Dann nähmen wir einander wieder
vorsichtig bei der Hand
und machten ohne je wieder zu fragen wahr,
was wir uns von unserer Liebe hingerissen versprachen,
den Schwur für ein lebenslanges Band.

Dann wäre wieder offenbar –
wir sind vom Schicksal füreinander gemacht.
Denn seitdem Du mein Herz erobert hast,
habe ich nur noch an Dich gedacht.
Doch es bleibt eine offene Frage,
nehmen wir dieses Glück auch an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*