Gedicht 63 | Träumte ich?

Träumte ich oder war ich wach,
als Du Dich im Frühlingslicht,
mich so eindringlich bittend,
zu mir gestellt hast?
Als die schmale Neumondsichel fein und silbern
am hellen Himmel stand.

Ich glaube, wir waren an jenem Nachmittag
in einem anderen Land,
das nur aus Feingefühl und Sternenstaub bestand.
Als unser Blick verschmolz und ich mich Dir ohne Angst
und dunkle Fragen, einverstanden und uns schlicht bejahend hingab.
Als wir federleicht, kosend und zärtlich legten die eine
in des jeweils anderen pulsierende Hand.

Als sich meine Seele und mein Herz
mit Deinem Schicksal und mit Dir
tief wie der Ozean verband.
Als die kosmische Zeit und das Tao für ewig schwang
und wir einander unsere Schmerzen heilten
durch das feinfühlige Kosten unseres
gerade werdenden Liebesbands.

Für #Marvyn_Behrbalk

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