Federwolken

Zwei Federwolken sind am blauen Firmament festgetackert.
Sie stehen scheinbar still und ziehen nicht weiter.
Doch nachdem ich kurz fortsehe,
sind sie beim nächsten Aufblicken verschwunden.

Vor der weissen Hauswand gegenüber
zupft der Wind an den von der späten Nachmitaggssonne
gelb angestrahlten Kronen der sommerlichen Strassenlinden.
Ich habe Deine Treulosigkeit – trotz all meiner Liebe für Dich –
immer noch nicht verwunden.

Unsere Zahnärztin ist Romantikerin,
sie meinte, wer weiss, vielleicht würde doch noch alles gut.
Sie versucht ja auch an den Zähnen so viel wie möglich zu erhalten.
Mal sehen, vielleicht werden sie und ich,
mit dieser absurden Hoffnung recht behalten.

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