Fado III | Versteck


Lebte auf im perlend frischen Schaum
des Frühlingstraums – spritzend wie Gischt.
Blühte auf, als sich Strahlblau
von Blick zu Blick gemischt.

Vergaß den Abgrund der tiefen Kluft an Jahren
an dem sich unser Weg gefährlich knirsch entlangwand.
Vertraute dem schlagenden Puls unserer bebenden Hand.
Segelte leicht von Minute zu Minute,
die wie Inseln von Verlangen umspült waren.

Schwer der Körper beim Auftauchen im Erwachen.
Stumpf das Pochen bohrend
vergossenen scharlachroten Klopfens.
Grell die sommerlichen Gewitterblitze.
Tödlich niederringendes Trauerfieber.
Verblasen das Glück des hoffnungsvollen Anfangs.

Versteck

Wir spielten zupfend Harfe
auf den Haaren an unseren Schläfen.
Unsere Blicke hielten einander nicht stand,
wenn wir zögernd in die Räume schwebten.

Wir krächzten dumme Dinge,
wenn wir uns zu reden bemühten.
Wir taumelten trudelnd umeinander,
wenn wir uns begegnend im Glanz eines Tanzes wiegten.

Wir flüchteten hochgeschreckt,
wenn wir durch des anderen Nähe
aufgescheucht wurden.
Wir hielten uns angestrengt bedeckt,
wenn der lodernde Sog
uns unausweichlich zueinander zog.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*