57 | Der Mond

Geliebter, so schön hell scheint der Mond.
Der Mond scheint hell.
Er ist fast voll.
Wir waren klug, drum haben wir
das Glück zu fassen bekommen.

Geliebter, wer stört das Glück?
Glück wird gestört, denn es stört
die Finsternis.
Der Unglückliche gerät unter das Joch.

Geliebter, Dir gehört mein Herz.
Mein Herz, Geliebter, gehört Dir.
Man hat mich gedrängt unters Joch zu gehen.
Unterm Joch kann ich nicht gehen.
Ich bin frei.

Fragt man ein Rotkehlchen
den Wagen zu ziehen?
Es erfreut doch mit seinem Gesang.
Du und ich, wir gehören einander.
Nur Dir gehöre ich an.
Es gibt nicht anderes,
was so schön scheint, mein Freund,
nur Liebe hat diesen Glanz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*