Dabei

Für A. und S.
Gestern hingen über mir schwere, düstere Wolken – bleiern grau,
heute morgen strahlte der Himmel sonnig und in Frühlingsblau.
Gestern wurde ich von dunkler Angst geplagt,
heute habe ich sie ganz sanft verjagt.
Ich weiss doch nicht was morgen ist,
ob vielleicht jemand ein Herz für mich in eine Borke ritzt.
Ob ich mich wiederfind,  – vielleicht als Paar,
und jemand zärtlich streicht das Weiss aus meinem Haar?
Ob es vielleicht der laue Sommerwind ist?
Oder der Duft unseres Flieders?
– Was es tatsächlich sein wird, das mir das Leben lebenswert erhält
und fortwischt, was es jetzt von Zeit zu Zeit sehr bitter mir vergällt?
Ich will nicht Tapferkeit beschwören,
vielleicht wird kein Mensch je wieder zarte Worte von mir hören.
Was es auch sei,
ich bin zwar zögerlich, aber – trotz alledem – dabei.

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