Ausgedacht.


Hedonistischer Heroismus



Vielleicht hältst Du es für unverschämt und verwegen
doch ich stelle fest, statt nächstens den Löffel abzugeben,
möchte ich viel lieber auf Friedhofsgräbern tanzen
und herzhaft gedankenlos leben,
mich also dümmlich verwegen
dem blödigen, hinreissenden Müßiggang
und der schlichten Einfalt hingeben.
Das ist tatsächlich neuerdings mein alleiniges Lebensbestreben.
Ich kann das zwar logisch nicht stringent begründen,
doch mein ich, der Mensch soll ins Leben
statt zum Ende hinstreben.
Er ist zur Verschwendung und zum Verschenken gemacht
und nicht zum Appell um viertelvoracht
oder sonst einer unheroischen Tat.
Das hat nämlich mehr als nur einen viel zu frühzeitig umgebracht.
Statt klug am Lebensende zu spinnen,
möchte ich, dumm wie ich bin, 
der tödlichen Routine entrinnen
und es nicht alltäglich zum willfährigen Ende bringen.
Ich habe nämlich nichts davon, 
wenn erst an meinem Grab die Engel singen,
sonst müßte ich mich ja auch aus vernünftigem Entschluss sofort umbringen,
stattdessen habe ich vorm Schicksal Achtung.

Danke Peer und Susanne.

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