Aprilfreuden | Aprilsorgen

Nach einer fordernden Woche erfreut die Lust, in der Sonne zu sitzen, dem Rauschen des Pappellaubs im Wind zuzuhören und den Duft des Flieders schon Mitte April aufzunehmen. Andererseits erscheint einem dies alles an diesem 14. April 2024  auch frivol und fragil. Wird die Gewalt, der muskulöse Körper, die Kampfbereitschaft, nicht inzwischen unablässig und omnipräsent zum Ideal erhoben? Gleichzeitig beschwören neue Eskalationsstufen gewaltsame Antworten herauf. Außerdem sind März und April zu warm gewesen, wenn auch der März segensvoll regenreich war. Welche Kämpfe wird die Menschheit noch austragen, wenn sich die Zukunftsaussichten durch das veränderte Klima verschlechtern? Meine Tage sind nun bestimmt von der Verpflegung begüterterer Kreise und es ist schon beruhigend, dass einem das Gute beinahe aus den Händen gerissen wird. Die Tätigkeit der Speisezubereitung ist sicher eine der ältesten Kulturtechniken seit den frühen Tagen der Menschheit. Sie wird auch künftig weiter nachgefragt werden und das ist eine recht sichere Zukunftsperspektive für mich – hier wird mein Einsatz nachgefragt sein und der Erfolg rechtfertigt den Aufwand.

 

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