Andere haben es gut


Andere haben es gut,
die haben nicht nur Griessbrei und Pudding im Blut.
Die schlagen mit ingrimmiger Wut
ihre Zähne in die vollkornene Wurststulle.

Mir aber wackeln immer gleich die Knie.
Ich füge heimlich Reihen von Reimen in Verse ein
und diese dichten sich für mich dann
nur auf sowas wie „warmlichterner Kerzenschein“.

Ich wünsche mir darum – bisher leider vergeblich,
auch ich hätte den Mut
zu solcher unverblümten, lustvollen, herzhaften Wut
und wäre nicht so eine geklöppelte, krümelpickende Primel.

Ich schleuderte die Worte ins Publikum
und sagte sehr deutlich und klar:
„Sehr geehrte Herren und Damen,
bitte nehmen Sie zur Kenntnis – ein für alle Mal,
mein erster Vorname lautet nicht „Ute“ oder „Ruth“,
ich heisse, so leid es mir auch für Sie tut, „Sabine“.“

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