Gedichte: In mein Herz geritzt, Für immer

„Männer kommen und gehen.“
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37 | Für immer

Ist es erst Wochen her
und nicht schon ein Jahr,
daß ich meinte, die Erde begänne zu beben,
weil unsere Herzen und Körper
mit solcher Gewalt aufeinander zustrebten?

Als uns drängte mit physischer Macht die Lust,
unsere Sinnlichkeit miteinander zu erleben?
Und wir taten, was man tun muß,
um sich einander vollkommen hinzugeben?

Als wir einsaugten des anderen Duft,
um uns nie mehr zu vergessen
und zu verglühen im Liebestaumel
alle vorangegangenen Schmerzen?

Und als wir uns sinnlose Begehrensworte zuraunten?
Alle Umstehenden fühlten sich genötigt,
die Kraft unserer Anziehung zu bestaunen.
Ich werde ab jetzt gewiß davon immer
– bis an mein Ende – sehnsüchtig träumen.

36 | In mein Herz geritzt

Unauslöschlich in mein Herz geritzt
sind die Erinnerungen
an Deine kurzen, kupferfarbenen Locken,
milchig weisse Haut, blaue Augen,
rote Kinnstoppeln und Deine kleinen Pitbullohren. Weiterlesen