98 | Schatten

Der Schatten umfängt mich
wie ein kühles, feuchtes Tuch.
Ich lieg’ in seinen Armen
und atme den vetrauten Geruch.

Es strömt in ihn aus der Ferne
der Honigduft der Sommerwärme.
Hinter seinem Rand
beginnt das gleissende Land.

Ich aber lagere matt
in meinem Grab
aus blauem Schein
und lass’ mich von der Melancholie
ins Nirgends treiben.

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