95 | Dort, wo die Flügel sich befanden

Dort, wo sich die Flügel an den Schulterblättern befanden,
schmerzt es.
Die Sonne steht schon flach über dem Horizont
und des Schattens Kälte lauert.
Gottt scherzt
ungehört.
Die altbekannte Melodie der Melancholie kriecht
durch das honiggoldene Herbstlicht.
Die einstigen Triumphe sind verblaßt
und wärmen nicht.
Das Haar ist fahl
und die Träume ebenfalls ergraut.
Am Morgen steh’ ich vor der Sonne auf.

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