88 | August II

All die Glockenblumen, Mageriten und Rosen
werden schon bald vergehen,
dann werden die blanken Sterne
am kalten Nachthimmel stehen.

Den Zauber der Sommerstunde
tragen wir als Traum zu uns nachhaus.
Wir zupfen dann keine Blütenblätter
zur Bestimmung des Liebsten mehr aus.

Was nützen die Sonnenstunde?
Im Dezember sind sie perdu.
Dann lecken die Sehnsuchtswunden.
Die Schritte knirschen einsam im Schnee.

Der Sommer hat keine Dauer
– so wenig, wie Deine Huld.
Nach Aufleuchten kommt Trauer,
so ist’s um die Welt bestellt.

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