78 | Fern

Silberweiss scheinendes Sichellicht.

Zusammengekniffener Augenblick.

Liegst hingegossen vor sehnsüchtiger Sicht.

Streife mit Blicken rote Locken im milchgetönten Gesicht.



Hauche Reif an rostige Ränder in Nebelwand.

Streiche zärtlich Finger an seidenwarmer Hand.

Greife in kühle Nieselperlen.

Tändelnde Schritte nach fern.

79 | Traurig fällt



Traurig sprüht Wasser perlfein vom Himmel.

Murmelnd gluckst es in den Rinnstein.

Bedächtig hüpfst Du über Spiegelpfützen.

Triefend hängen herab wollene Mützen.



Klamm klammern sich feuchte Finger an

untergehakte Arme an.

Seufzend schlappen nasse Schuhe voran.
Tröpfelnd leckend hängen träufelnde Locken hinab.



Spritzend zischen Reifen durch Wasserlachen.
Quietschend schaben Ärmel an Ölsachen.
Leckend tropft der Regen in den Kragen.

Düster dämmernd versinken graue Wintertage.

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