76 | Fern

In der Ferne rauschen
angestrahlte Baumkronen im Wind.
Die Schatten unterm Apfelbaum
von frischer Luft durchpustet sind.

Böig durchweht flattert das Haar.
Alles auf Abstand – nichts ist nah.
Die Kulisse zum Herzschlag ist unbekannt
– die Dinge sind auf sich gestellt.

Alles fremd in einer fremden Welt.
Ein kaltes Leuchten, das in alle Winkel fällt.
Unverbundenes, das aneinander stößt.
Ein Huhn, das unter einem Tisch im Dunklen döst.
Zwischen uns, wie tausend Meilen, zehn Schritte.

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