70 | Gegenwart

In der Gegenwart wohnt keine Vergänglichkeit –
kein Gestern und kein Morgen.
Ganz des Augenblickes gewahr
entrücken Kummer und Sorgen.

Im Jetzt und Hier liegt
was Du hast, drum sieh
nicht nur ins Ferne.
Was war verging
und kommt nicht mehr,
was einst Dich trifft,
das wissen nicht einmal die Sterne.

So hebe das Gesicht
und fange das Licht,
das gerade jetzt
vom Himmel fliesst.

Vergiss was eben Dich betrübt,
denn jetzt spielt der Wind mit Deinen Locken.
Ob er es jemals wieder tut,
das weiss Du nicht –
doch soll Dich diese Ungewißheit
nicht verdriessen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA


*