64 | Seifenblasen

In meinen Träumen pflückten wir einander
die Gewichte aus den Haaren
und stützten uns gegenseitig beieinander auf.
So stabilisierten uns meine Träume in den Jahren.

Wir webten durch sie ineinander an einem Zuhaus.
Eines Tages wurde ich unsanft geweckt.
In meinen Illusionen hatte sich die Wirklichkeit versteckt.
Die Trugbilder lösten sich auf.

Wie Seifenblasen im Wind
zerplatzte aller Schein.
Der Sturm wehte die Firniss fort
und ich blieb allein.

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