63 | Trug

Der Alltag trog.
Mit viel gutem Willen mühsam
auf Fassaden gemalt
– die Illusion.

Ein Arm voll Sommerblumen
– so war der Chor gesungen.
Nichts war wahr.
Hatte Brot und Kuchen
und war gefangen in dem schönen Bild.

Zahlte einen bitteren Preis
für den sporadischen Schein vom Glück,
dem ich lange nicht entwachsen bin
– nur einen Hauch vom Abgrund entfernt.

Lebte einen faulen Kompromiß
– doch vorm Absturz war ich nicht geschützt.
Jetzt liegen die Scherben bar und bloß
im hellen Sonnenschein
– war und bin in Wahrheit doch allein.

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