61 | Vermögen



Mit der Tastatur dem Dasein

Glück und Sinn abringen.

Pochendes Leben aus
Gedanken 
und Worten spinnen.



Der Dunkelheit Farben entreissen.

Glockenklang der dumpfen Stille verheissen.

Silbertöne aus Asche schmieden.

Blauseidene, schimmernde Samtbögen biegen.



Klappernd die Finsternis zerschneiden.

Leere Wortwüsten zerpflügen.

Ironiegift spritzen.

Den Sarkasmus spitzen.



Federleicht die Trübsal ausharken.

Poliertes, lackiertes Plastik zerkratzen.

Tremolierend Stumpfsinn demaskieren.

Schmerzende Herzen massieren.



Mit dem Federkiel Dummheit aufspiessen.
Der Lustfeindlichkeit volltönend entgegentreten.

Bedenken herzhaft verlachen.

Das ist mit Poesie zu machen.

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