54 | Spaziergang von 61 nach 36

Schliesse beide Schlösser
an der Wohnungstür zu.
Pappelsamen sammeln sich zu Büscheln
auf den dunkelbraunen Fliesen im Hausflur.

Wir gehen unsere Strasse
bis zur Brücke hinauf,
steigen die Treppe
zu den Gleisen hinab.

Durchqueren den Park
bis zur Obentraut,
spazieren im Schatten
bis zur Zossener.
Wo der “Brachvogel” stand,
ist alles leer.
Rasten im kühlen Blau
unter weissen und roten Kastanien.

Überlegen kurz am KAU
nach dem Prinzen zu fragen.
Doch das verbiete ich mir.
Überqueren den Kottbusser Damm.
Nehmen am Maybachufer
einen veganen Donut in Empfang.

Am Ufer spielt eine Funksoul-Band.
In der Tabor gehen wir zur Schlesischen,
steigen in den 265er und fahren zur Manteuffel.
Ein indisches Restaurant lockt mit seinen Düften.

Zurück zuckeln wir mit dem 140er.
Die ingwerscharfen Speisen schlagen
noch etwas auf den Magen.
In der Katzbach verlassen wir den Wagen.

Dies war ein besserer
von überwiegend traurigen Tagen.

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