52 | Kälte

Es ist mir kalt in dieser kalten Welt,
wie einem aus dem Nest
gefallenen Vogel – noch nackt,
ganz ohne Federkleid.

Es fehlt mir Schutz vor sengender Sonne.
Der Wind bläst mich davon,
wie einen losen Halm.
Meinem Haus fehlt’s Fundament aus Stein.

Über mir des Himmels frostige Blöße.
Es wartet auf mich am Ende der Strasse
kein vertrautes, glücksgespicktes Heim.
Ich finde mich nirgends ein –
ich bin allein.

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