38 | Stille, 39 | Gischt

Da nichts besteht,
was mich trennt
erfüllt mich Ruhe.

Da alles in mir wohnt,
streif ich nicht aus.
Auch vor dem Tor
betrete ich zuhaus.

Da nichts mehr fremd
und alles Schein vom gleichen Schein,
sich in sich selber krümmt,
berührt es mich mit mir selbst
und lehrt mich Liebe,
denn das ist es, was ist
und ich zurückgebe.

39 | Gischt

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Das „Ich“ ein Schaum
als Krone einer Welle.
Nur etwas Gischt,
die schon verlöscht
und keine Wirklichkeit besitzt.

Das Wirkliche streift sich ein „Ich“ über
und bündelt und nährt so Energie zur Projektion des „Ich“.
Der Mensch fantasiert,
er erschaffe sich so als etwas Eigenes
und übersieht, was er wirklich ist:
Tau in Tau.

Geschaffen hat sich das Wirkliche
aber im Menschen eine Form,
die Zugang zu Bewußtsein hat.
Mit ihm ist möglich – das Wirkliche
wird über sich selber wach.

So kann es sich 
mit Freiheit
aus dem Zwang beschenken,
etwas zu erschaffen, was es nicht ist
und nicht sein kann.

Es kann sich dann mit sich selbst verbinden
und lösen, was es an das Traumbild kettet.
So kann es sein Wesen in die Freiheit lenken,
so dass die Liebe ungehindert strömt.

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