35 | Rätsel

Seitdem Du gingst, starre ich in einen Abgrund.
Die Welt ist mir seither ein dunkles Rätsel.
Du hast Trost in einer anderen Armen gesucht.
Ich hielt Dich für boshaft, weil Du mir nichts von Bedeutung
liesst.

Du sahst Dich nicht um, als Du eine andere Richtung
einschlugst.
Was fang ich mit den Wunden an,
die Du in mein Herz hinein grubst.

Wie flicke ich die Fetzen zusammen,
die mir von uns verblieben?
Wie ziehe ich den Dolch aus der Brust,
den Deine Lieblosigkeit hineingetrieben?

Ich treibe ohne Sinn im Strom der Zeit.
Es ist mir kein Ziel geblieben.
Mir ist von der Kälte des Universums kalt.
Ich bette mich zur Ruh, am Abend um halb sieben.

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