29 | Flamingo

Ein Flamingo im rosa Federkleid
schritt majestätisch und gründelnd am Ufer,
da wo es seicht.
Er liebte seine schöne Flamingoin
und strebte künstlerisch nach Höherem.

Waren abends die Wolken am Himmel zart flammend
von der sinkenden Sonne angestrahlt,
hat er vor ihr mit seiner Verwandschaft
zum Himmel geprahlt.
Sie hat dann, ihm zu Gefallen,
ihr Gefieder mit diamantenen Wassertropfen benetzt.

So staksten sie gemeinsam
ein gravitätisches Flamingoballett.
Sie tunkten ihre schwarzspitzenen Schnäbel
in die blassblaue Gewässeroberfläche
und umschlangen einander mit ihren langen Hälsen
um ganz in Rosarot zu verschmelzen.

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