29 | An den Ufern des Ganges

Im Traume war’s – da trugen mich schon oft,
die Flügel des Gesanges
hinfort zu den Ufern des Ganges.
Dort trank ich süße Liebesluft
und blühte in Eintracht mit den Knospen des Lotus.

Des Morgens bin ich dann aufgewacht
und habe den Tag im Duft
des Traumes verbracht
und um die Blumen zu begiessen,
habe ich manch salz’ge Träne
über den harschen Tag vergossen.

So strichen die Monde und Jahre ins Land,
um honigfeine Fantasien
von Glück und Liebe zu begrüßen,
wie sie nur an den Fluren
des heiligen Stromes spriessen.
So ist’s mit dem Glanz
von zuckrigen Paradiesen,
man kann sie im Traume geniessen.

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