189 | frei

Es hält Dich nichts.
Du gehst davon und
blickst nicht zurück.
Da ist keine Gewohnheit,
die Dich an mich knüpft.

Du bist frei.

Doch ich habe Angst,
dass Du in den Abgrund stürzt.
Dir Ellenbogen, Stirn
und Knie verletzt.

Ein Ikarus, der vom Himmel fällt.
Vor einem Felsenmeer zerschellt.
Ach, wärest Du nicht gar so frei.
Ach, wäre Dein Schicksal mir ganz einerlei.

Ach, würde ich Dich nicht kennen.
– Dich nicht bei Deinem Namen nennen.
Ich wäre frei.
Ich wüßte ja nicht,
was ich vermiß.

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